Zusammenstoß mit Bahn in Grevenbroich Autofahrer wurde per Haftbefehl gesucht

Kapellen · Auf der Flucht vor der Polizei ist ein 45 Jahre alter Autofahrer am Montag mit der Regionalbahn zusammengestoßen. Die Kripo hat jetzt Hintergründe zu dem schweren Unfall bekanntgegeben.

 Von dem BMW des 45-jährigen Grevenbroichers blieb nur Schrott übrig.

Von dem BMW des 45-jährigen Grevenbroichers blieb nur Schrott übrig.

Foto: Dieter Staniek/Stan^

Der Fahrer des dunklen 5er BMW war Beamten des Verkehrsdienstes Kostenpflichtiger Inhalt gegen 17 Uhr wegen eines gefährlichen Überholmanövers auf der Langwadener Straße aufgefallen. Der Wagen sollte daraufhin gestoppt und sein Insasse kontrolliert werden. Doch der Fahrer gab Gas und flüchtete über die Landstraße 142 in Richtung Kapellen. Auf dem Hemmerdener Weg versuchte er nahezu ungebremst den Bahnübergang Zweifaltern zu überqueren – trotz geschlossener Halbschranke und rot leuchtender Ampel.

Es kam zum Zusammenstoß mit der Regionalbahn. Der BMW wurde bei der Kollision nahezu vollständig zerstört. Nach Angaben der Polizei erlitt der 45-Jährige verhältnismäßig leichte Verletzungen, wurde aber vorsorglich mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Polizeibeamte begleiteten ihn in die Klinik – aus gutem Grund: Denn möglicher Auslöser der waghalsigen Flucht könnte ein offener Haftbefehl über eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr wegen Drogendelikten gewesen sein. Dass der Grevenbroicher nicht über einen Führerschein verfügte und offenbar unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln stand, könnte ihn überdies motiviert haben, sich der Kontrolle zu entziehen. Bei seinen Sachen fanden Polizisten zudem eine Substanz, bei der es sich um Amphetamin handeln dürfte.

Wegen der Unfallaufnahme sperrte die Polizei am Montagabend den Bahnübergang Zweifaltern und leitete den Verkehr ab. Die Überreste des BMW stellten die Beamten zu Beweiszwecken sicher und ließ sie von einem Abschleppunternehmen bergen. Die Ermittlungen wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, der Straßenverkehrsgefährdung und des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz dauern an. Der 45-Jährige soll zeitnah einer Justizvollzugsanstalt überstellt werden, teilte die Polizei mit.

Die Regionalbahn 39 war mit 20 Fahrgästen und dem Fahrer besetzt. In dem Zug wurde laut Rettungskräften niemand verletzt.

(wilp )
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