Grevenbroich: Autodiebe stehlen Mercedes und Fiat im Industriegebiet

Kriminalität in Grevenbroich: Autodiebe schlagen im Industriegebiet zu

Vier gestohlene Fiat-Transporter, zehn aufgebrochene Autos der Marke Mercedes, in denen jetzt die Airbags fehlen: Auto-Knacker machten am Wochenende in Grevenbroich fette Beute. Die Polizei ermittelt, das LKA wertet Spuren aus.

Wieder sind es Autos – und wieder trifft es das Industriegebiet Ost in Grevenbroich: An insgesamt 16 Fahrzeugen haben sich nach Polizeiangaben am zurückliegenden Wochenende Diebe zu schaffen gemacht. Getroffen hat es in dem Gewerbegebiet zwei Autohändler – beide nach Informationen unserer Zeitung nicht zum ersten Mal im Visier von Auto-Knackern. Die Täter sollen aus zehn Autos der Marke Mercedes jeweils die Fahrerairbags gestohlen haben. An zwei weiteren Fahrzeugen der Marke sollen sie laut Polizei gescheitert sein. Ebenfalls am Wochenende stahlen Diebe gleich vier weiße Transporter des Modells „Ducato“ der Marke Fiat. Ob die Taten in Zusammenhang miteinander stehen, ist noch unklar.

Erste Ermittlungen der Polizei haben ergeben, dass der Diebstahl der vier Transporter an der Otto-Hahn-Straße auf die Nacht zu Samstag, gegen 3 Uhr, eingegrenzt werden kann. Die Mercedes-Fahrzeuge an der Heinrich-Goebel-Straße sollen irgendwann zwischen Samstag, 14 Uhr, und Montagmorgen, 6.30 Uhr, zum Ziel von Auto-Knackern geworden sein, die Seitenscheiben der Autos zerschlugen, um sich Zutritt zu verschaffen.

Die Polizei hat an den Mercedes-Fahrzeugen Spuren gesichert, die jetzt vom Landeskriminalamt (LKA) ausgewertet werden sollen. Interessant sind für die Beamten vor allem DNA-Spuren. „Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Täter beim Ausbau der Airbags Spuren hinterlassen haben. So ein Ausbau erfordert recht filigrane Arbeiten“, sagt Polizeisprecherin Diane Drawe. Der Ausbau der Airbags erfordere Fachkenntnisse, die Täter hätten es gezielt auf die Fahrzeuge abgesehen. „Wir haben derzeit keine konkreten Hinweise darauf, dass es sich beim Diebstahl der Transporter und beim Diebstahl der Airbags um die selben Täter handelt“, berichtet Drawe. Die Vorgehensweisen seien unterschiedlich, auffällig sei jedoch die Vielzahl der betroffenen Fahrzeuge.

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Mit den Ermittlungen ist jetzt ein Fachkommissariat der Polizei beschäftigt, das sich schwerpunktmäßig um Kfz-Angelegenheiten kümmert. „Erfahrungsgemäß tauchen Autoteile wie Airbags irgendwann auf dem osteuropäischen Markt wieder auf“, sagt Diane Drawe. „Sofern die Ermittlungen konkrete Bezüge ins Ausland aufweisen, arbeiten wir üblicherweise mit sogenannten Rechtshilfeersuchen, die Ermittlungen im Ausland ermöglichen. Hierbei arbeiten wir eng mit den Staatsanwaltschaften zusammen.“ Bei überregionalen Tatzusammenhängen stehe die Polizei auch im engen Kontakt mit dem Landeskriminalamt in Düsseldorf.

Bereits zu Beginn des Jahres hatte die Polizei eine Häufung von Autodiebstählen im Kreisgebiet verzeichnet. Damals besonders im Fokus: Modelle der Marke BMW. Immer wieder sind Autohäuser das Ziel von Dieben – im Gewerbegebiet wohl auch, weil dort nachts wenig Betrieb herrscht. Die Polizei teilt mit, auch Unternehmen bei der Prävention beratend zur Seite zu stehen. Weiter bittet sie Bürger, die auffällige Beobachtungen machen, die 110 zu wählen, damit die Polizei dem Verdacht schnell nachgehen kann.

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