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Grevenbroich: Ausschuss gründet Arbeitskreis für OGS-Beiträge

Schule in Grevenbroich : Ausschuss gründet neuen Arbeitskreis für OGS-Beiträge

Die Gebühren für die Offene Ganztagsgrundschule sollen künftig nach Einkommen der Eltern gestaffelt werden. Vorbild ist die Stadt Dormagen, die ein solches Verfahren bereits eingeführt hat. Ein Arbeitskreis soll die neue Beitragstabelle in Grevenbroich an den Start bringen.

Der Schulausschuss hat jetzt einen Arbeitskreis gebildet, der sich zunächst intensiv mit einem Antrag von SPD, Grünen und Mein Grevenbroich beschäftigen wird. Die Ratskooperation fordert zum einen sozial gestaffelte Beiträge für die Offene Ganztagsgrundschule (OGS). Zum anderen sollen Geschwisterkinder der OGS künftig grundsätzlich beitragsfrei betreut werden. Auch wenn ein Kind in der Ganztagsgrundschule und ein zweites im Kindergarten ist, soll nur für ein Kind gezahlt werden.

Der Arbeitskreis, der sich aus Vertretern aller Ratsfraktionen zusammensetzt, wird sich in den nächsten Monaten mit der Gestaltung der Beitragstabelle und einer entsprechenden Satzung beschäftigen. Ausschuss und Rat müssen danach die neuen Beiträge beschließen, bevor die Betreuungsverträge mit den Familien angepasst werden. Ziel ist es, die neue Beitragstabelle zum August 2022 an den Start zu bringen.

Zurzeit zahlen Eltern einen pauschalen Betrag, nämlich 74 Euro im Monat für das erste und 37 Euro für das zweite Kind. Vorbild der neuen Gebührenordnung soll die Beitragstabelle der Stadt Dormagen sein. Dort werden bei Jahres-Haushaltseinkommen von mehr als 30.000 Euro Beträge zwischen 17 und – bei Einkommen von mehr als 105.000 Euro – 165 Euro erhoben.

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Wie der Erste Beigeordnete Michael Heesch im Ausschuss informierte, besuchen zurzeit 1125 Kinder die Offene Ganztagsgrundschule in Grevenbroich. 62 Schüler stehen aktuell auf der Warteliste für einen OGS-Platz. „Bis zum Beginn der Sommerferien könnte sich diese Zahl noch nach unten bewegen“, sagt Heesch. „Zum Beispiel durch Wegzüge, Schulwechsel oder außerordentliche Kündigungen.“ Die meisten Schüler (25) stehen in Kapellen auf der Warteliste. Dort wird im Sommer mit dem Ausbau der OGS begonnen.

Grundsätzlich habe sich der Betreuungsbedarf seit Beginn der Corona-Pandemie verändert. „Viele Familien haben bestehende Betreuungsverträge gekündigt, etwa weil sie im Homeoffice arbeiten und die Betreuung selbst gewährleisten konnten“, sagt Heesch.

(wilp)