Neue Technik in Grevenbroich Alte Telefon-Stelen werden zu „Smart Cells“ umgerüstet

Grevenbroich · Bis Anfang 2025 will die Telekom alle Telefon-Stelen im Stadtgebiet abbauen - oder fast alle. Einige sollen stehen bleiben und mit neuer Technik ausgerüstet werden.

Die letzten Telefon-Stelen gehen außer Betrieb.

Die letzten Telefon-Stelen gehen außer Betrieb.

Foto: Dieter Staniek

Einst standen sie gefühlt an jeder Straßenecke, heute sind sie nahezu aus dem Stadtbild verschwunden. Aktuell gibt es nur noch fünf Telefon-Stelen in ganz Grevenbroich – doch auch deren Tage sind gezählt. Bis spätestens Anfang 2025 wird die Telekom auch die letzten öffentlichen Fernsprecher vom Netz nehmen, teilt die Stadtverwaltung jetzt mit. Einige dieser Säulen bleiben aber stehen und werden umgerüstet.

Schon seit 2019 sind die gelben Telefonzellen aus dem Straßenbild verschwunden. Ihre Nachfolger, die Stelen in Silber und Magenta, erweisen sich allerdings als zäh. Sie stehen noch tausendfach im Bundesgebiet herum. Auch in Grevenbroich fristen noch einige wenige ihr Dasein – drei sind im Bereich der Innenstadt, jeweils eine in Wevelinghoven und der Südstadt zu finden.

Da aber mittlerweile fast jeder ein Handy in der Tasche hat, werden diese Säulen immer weniger genutzt. Daher schaltet die Telekom bis Ende Januar die Telefon-Funktion dieser öffentlichen Fernsprechapparate ab, bis 2025 sollen die meisten von ihnen demontiert werden. Rund 3000 Stelen werden aber bundesweit stehen bleiben – sozusagen als tragende Säulen des modernen Mobilfunks. Die ehemaligen Telefonapparate werden zu sogenannten „Smart Cells“ umgerüstet. Die Stele am Rathaus in Grevenbroich (Am Markt 2) hat diese Wandlung bereits genommen.

Bei „Smart Cells“ handelt sich sich um eine Art Mini-Mobilfunk, der keine großen Flächen versorgt, sondern Straßen und Plätze, vorwiegend in Innenstädten und Fußgängerzonen. Bisher hat die Telekom solche „Intelligente Zellen“ nur zur Versorgung mit LTE verwendet. Künftig sollen die Retro-Säulen mit 5G-Technik umgerüstet werden. Dafür werden Hörer und Tastenfeld entfernt oder verblendet.

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, sollen künftig zwei weitere Telefon-Stelen zu „Smart Celss“ umgerüstet: die am Marktplatz 10 in Wevelinghoven und an der von-Bodelschwingh-Straße in der Südstadt. Einen Termin für den Umbau gibt es noch nicht.

(wilp)
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