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Grevenbroich: Aus Schrebergarten-Areal wird Paradies für Insekten

Naturschutz in Grevenbroich : Aus Schrebergarten-Areal wird ein Paradies für Insekten

Die nahe der Erft liegenden Schrebergärten an der Feilenhauerstraße sind mittlerweile geräumt worden. Lediglich bei einer am Rand des Areals liegenden Parzelle gebe es noch Abstimmungsbedarf mit einem Pächter, teilte Rathaussprecherin Claudia Leppert auf Anfrage unserer Redaktion mit. Nichtsdestotrotz könne nun mit der Umgestaltung des Geländes begonnen werden.

Die Stadtbetriebe Grevenbroich hatten die Pachtverträge mit den Hobbygärtnern zum Jahresende 2020 gekündigt. Das sorgte zunächst für Diskussionen und Kritik, letztendlich konnte die Stadt mit den meisten Pächtern eine Einigung erzielen. Ein Ergebnis: Strukturen von drei der insgesamt 18 Gärten können in die Neugestaltung des fast 5000 Quadratmeter großen Geländes einbezogen werden.

Gartenhäuschen, Zäune, Bänke und versiegelte Flächen wurden mittlerweile entfernt, der vor einigen Wochen dort noch herumliegende Schutt ist entsorgt worden. Nachdem mit dem Fällen erster, nicht standorttypischer Bäume begonnen wurde, wird das Areal im nächsten Schritt umgestaltet. „Es wird einen anderen Nutzen erhalten“, berichtet Claudia Leppert. Ziel der Abteilung „Grünflächen und Umweltschutz“ ist es, die Fläche an das angrenzende Landschaftsschutzgebiet anzubinden. „Damit gewinnen wir ein großes Gesamt-Areal“, betont die Rathaussprecherin.

Das ehemalige Schrebergarten-Gelände wird künftig zu einem Paradies für Insekten umgewandelt. „Wir werden dort einen vielseitigen Lebensraum schaffen“, berichtet Leppert. Unter anderem ist die Anlage einer großen Wiese mit heimischen Blühpflanzen geplant, die vor allem Bienen eine reiche Nahrungsquelle bieten sollen. Zur weiteren Ausstattung gehören eine etwa 120 Quadratmeter große Sandfläche, in der künftig Wildbienen brüten sollen, sowie Insektenhotels, Totholz- und Steinhaufen als zusätzliche Unterschlupfmöglichkeiten.

Abgerundet wird das Gelände, das direkt an einem der Eingänge zum Landesgartenschau-Areal liegt, mit zehn Obstgehölzen alter Sorten sowie sechs weiterer heimischer Bäume. Einen Fertigstellungs-Termin kann die Stadt noch nicht nennen.

(wilp)