Grevenbroich: Arche-Noah-Grundschule gewinnt "Glücks-Preis"

Wettbewerb der AOK in Grevenbroich : Arche-Noah-Schule gewinnt „Glücks-Preis“

Petra Weisweiler ist glücklich. „Das Glücks-Projekt hat alle begeistert – Schüler, Eltern, Lehrer und OGS-Mitarbeiter“, bilanziert die Leiterin der Arche-Noah-Grundschule. Dabei war sie zunächst im Kollegium auf Skepsis gestoßen, als sie die Teilnahme an dem Schulwettbewerb der AOK Rheinland/Hamburg und der Ärztekammer Nordrhein vorschlug.

„Da aber jede Klasse ihre eigenen Ideen entwickeln durfte, waren wir schnell Feuer und Flamme“, erzählt Lehrerin Beate Hoffmann. Der große Aufwand und die vielen Aktionen, die die 15 Lehrkräfte mit allen 210 Schülern im Laufe des vergangenen Schuljahrs auf die Beine gestellt haben, hat sich gelohnt. Bei der Auszeichnung der besten Glücks-Sucher landete die Noithausener Grundschule ganz vorne.

Aus den Beiträgen der Arche Noah und den anderen 39 teilnehmenden Grundschulen ist jetzt ein „Glücksbuch für Kinder“ entstanden, mit Tipps, Geschichten und Anregungen für ein gutes Miteinander im Schulalltag. Das Buch hat Schulleiterin Weisweiler am Mittwoch gemeinsam mit den Initiatoren des Wettbewerbs „Glück – was ist das?“ in Düsseldorf vorgestellt.

„Das Projekt kam für uns genau richtig“, sagt die Schulleiterin. „Ich hatte das Gefühl, dass wir die Kinder schützen müssen, vor Katastrophen, schlechten Nachrichten und auch vor Leistungsdruck.“ Die Kinder haben erfahren, dass Glück langfristig die Lebensfreude, die Gesundheit und das Selbstvertrauen steigern kann. „Unsere Schule hat sich bewusst  für das Thema Glückssucher entschieden, um einen Gegensatz zu dem Leistungsdruck, der vielfach schon in den ersten Jahren auf den Kindern lastet, entgegenzuwirken“, erklärt Weisweiler.

Mit allen Sinnen erlebten die   Grundschüler immer wieder Glücksgefühle – beim  Singen, Spielen, Kochen von Glücks-Gerichten, bei der farblichen Gestaltung von Wänden und einem Trommel-Workshop. Wichtig sei auch, dass die Glückssuche bis heute nachwirke. „Wir spüren eine atmosphärische Veränderung“, sagt Beate Hoffmann.

(jro)
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