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Grevenbroich: Am Erasmus-Gymnasium warnen Ampeln vor dicker Luft

Corona in Grevenbroich : Am Erasmus-Gymnasium warnen Ampeln vor dicker Luft in Klassen

Drei Mal pro Stunde muss ein Klassenzimmer „stoßgelüftet“ werden. So will das Robert-Koch-Institut das Corona-Risiko minimieren. Am Erasmus-Gymnasium kommen Messgeräte, sogenannte CO2-Ampeln, hinzu.

Das Erasmus-Gymnasium will mit Hilfe des Fördervereins 30 sogenannte CO2-Ampeln anschaffen und in den Klassenräumen aufstellen. Zusammen mit vier bereits getesteten Geräten liegt das Investitionsvolumen nach Angaben der Schule bei rund 6000 Euro.

Sobald dicke Luft in einem Klassenzimmer herrscht, springen die Ampeln von Grün auf Gelb, etwas später auf Rot. In Zeiten der Corona-Pandemie sei dies ein Zeichen, notfalls außerplanmäßig zu lüften. Der stellvertretende Schulleiter Peter Reinders sagt: „Grundsätzlich halten wir uns an die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, dass ein Klassenraum alle 20 Minuten gelüftet werden muss. Die Geräte geben uns eine zusätzliche Sicherheit.“

Mit Beginn der kalten Jahreszeit ist das von Experten geforderte Stoßlüften in den Schulen Gegenstand intensiver Diskussionen. Das bestätigt Reinders auch für das Erasmus-Gymnasium: „Solange die Außentemperaturen noch erträglich sind, ist das Lüften sicherlich unproblematisch.“ Doch bereits jetzt hätten sich kälteempfindliche Schüler teilweise Decken von zu Hause mitgebracht. Schals und Handschuhe werden im Winter zur Grundausstattung der Lernenden gehören. Vor allem beim Schreiben von Klassenarbeiten kühle das regelmäßige Lüften die Räume aus – und die Schüler seien dennoch zum Stillsitzen verdonnert. In den Hinweisen des Robert-Koch-Instituts findet sich neben den Lüftungshinweisen („Drei Minuten im Winter, fünf Minuten in Frühjahr und Herbst und zehn Minuten im Sommer“) der Rat, Kohlendioxid-Ampeln aufzustellen.

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Diese messen permanent die Belastung der Raumluft und zeigen Belastungen über ein Ampelsystem an. Das Erasmus-Gymnasium hatte zunächst vier solcher Ampeln beschafft und in unterschiedlichen Klassenräume getestet. Sobald die Lichter auf eine Warnstufe umspringen, müssen Lehrer dies mit Uhrzeit, Personenzahl und Raumnummer in einem Protokoll notieren. Laut Vize-Rektor Reinders konnte die Schule daraus einiges ablesen. So beeinflussten Raumgröße und Belegung die Luftqualität weniger stark als Anzahl, Größe und Position der Fenster. Konkret: Sobald Fenster auf der langen Seite eines Klassenraums angebracht sind, ist der Luftaustausch besser. Da Schüler und Lehrer an den Ampeln die Luftqualität ablesen können, seien weitere Geräte (Stückpreis: 179 Euro) bestellt worden.