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Grevenbroich: Altes Villen-Gelände an der Rheydter Straße wird neu bebaut

Arbeiten in Grevenbroich starten im neuen Jahr : Altes Villen-Gelände wird neu belebt

Die alte Villa auf dem Grundstück an der Ecke Rheydter-/Merkatorstraße ist abgerissen worden. Im nächsten Jahr sollen dort die Arbeiten für ein neues Wohn- und Geschäftshaus beginnen. Es soll Akzente im Bahnhofsviertel setzen.

Die große Villa im Schatten der alten Quäker-Mühle ist abgerissen worden. An ihrer Stelle soll ein Neubau unter dem Titel „Wohnen und Gewerbe“ entstehen. Mit den Bauarbeiten will der Investor, die Kölner Immobilien- und Projektentwicklungs-Gesellschaft Gebig, im neuen Jahr beginnen. Details des geplanten Vorhabens auf dem Grundstück an der Ecke Rheydter-/Merkatorstraße sollen dem Planungsausschuss des Stadtrates im Januar, spätestens Februar präsentiert werden.

Dass die Villa dem Erdboden gleich gemacht werden musste, bedauert Manfred Schmitz, Geschäftsführer der Gebig. „Wir hätten das alte Haus gerne erhalten, sozusagen als bodenständiges Element inmitten einer Neubebauung – doch leider war es nicht mehr zu retten.“ Das Gebäude habe 20 Jahre lang leer gestanden, das Innere sei von Pilzen befallen worden, so dass „eine Sanierung nicht mehr möglich war“.

Auf dem 8600 Quadratmeter großen Eckgrundstück, das in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs liegt, sollen hauptsächlich Wohnungen entstehen. „Wir wollen dort architektonische Akzente setzen“, betont Manfred Schmitz. Das Unternehmen arbeite mit einem Büro in Düsseldorf zusammen, das eine moderne Gestaltung plane. Eine endgültige Entscheidung über die Fassade sei noch nicht getroffen worden – doch: „Wir werden dort ein Gebäude errichten, das sich gut in die vorhandene Bebauung einfügt und gleichzeitig das gesamte Umfeld aufwerten wird“, sagt Schmitz.Ein „Billig-Bau“ sei nicht geplant, die Gebig favorisiere „ein Konzept mit guter Architektur und gutem Wohnungsstandard“. Zielgruppe sind unter anderem junge Familien und Singles.

Wie viele Wohnungen an der Ecke Rheydter-/Merkatorstraße entstehen und welche Quadratmeter-Größen angeboten werden sollen, sei Gegenstand der Präsentation im Planungsausschuss, sagt Manfred Schmitz. Im unteren Bereich des Nebaus sollen nach derzeitigen Planungen Gewerbeflächen angeboten werden. Für welche Branchen, steht noch nicht fest. Möglich sei neben Büros etwa ein Apotheken-Standort, da sich Ärzte in der Umgebung befinden, sagt Schmitz. Ursprünglich sei auch an einen Hotelbetrieb in Erwägung gezogen worden, doch von diesem Gedanken habe das Unternehmen Abstand genommen.

Für die Bewohner des Hauses soll eine Tiefgarage gebaut werden, „um die Rheydter- und Merkatorstraße nicht noch weiter mit parkenden Autos zu belasten“, betont der Geschäftsführer. Das sagt er auch mit Blick auf die in der Nähe des alten Mühlengebäudes geplante Tagesstätte – und die Eltern, die ihre Kinder künftig zur Kita bringen und wieder abholen werden. Die Tiefbauarbeiten seien zwar kostspielig, aber erforderlich, sagt Schmitz. Die Gesamtinvestition in den Neubau beziffert er mit „weit mehr als zehn Millionen Euro“. Der Bauantrag wird zurzeit vorbereitet. Signalisiert die Politik grünes Licht, will das Unternehmen im neuen Jahr so schnell wie möglich beginnen.

Die Immobilien- und Projektentwicklungs-Gesellschaft Gebig ist nach eigenen Angaben regional, bundesweit und im europäischen Ausland tätig. Seit mehr als 40 Jahren steuert das Kölner Unternehmen alle Prozesse rund um Wohn- und Gewerbegrundstücke. Aktuell baut die Firma das denkmalgeschützte Rathaus in Birkesdorf (Düren) zu einem Wohnhaus um.