Grevenbroich: Allrather schmieden Pläne für ihr Dorf

Grevenbroich: Allrather wünschen mehr Einkaufsmöglichkeiten im Ort: Allrather schmieden Pläne für ihr Dorf

Die Dorfgemeinschaft „Allrath aktiv“ befragte Bewohner nach deren Verbesserungswünschen für den Ort: Genannt wurden unter anderem ein größeres Freizeitangebot, mehr Einkaufsmöglichkeiten im Dorf und Verkehrsberuhigung.

Welche Verbesserungen die Allrather für ihr Dorf wünschen und wie der Ort im Jahr 2030 aussehen soll, das wollte die Dorfgemeinschaft mit einer Bürgerbefragung ausloten. Bei einer Versammlung in der Gaststätte „Struppe’s“ stellte „Allrath aktiv“ die Auswertungsergebnisse vor. Insgesamt 141 Allrather haben den Fragebogen ausgefüllt.

Vor allem in zwei Bereichen wünschen sich die Allrather Veränderungen: bei Freizeitangeboten und bei den Einkaufsmöglichkeiten. Bei der Frage „In welchen Bereichen können Sie sich Verbesserungen beziehungsweise Veränderungen vorstellen?“ wurde dieser Wunsch am häufigsten – 16 Mal – genannt“. „Wir haben die Bäckerei von Katharina Winkel Fuhrmann im Ort, in der es auch andere Lebensmittel gibt“, erläutert Cathrin Hassels, Vorsitzende von „Allrath Aktiv“. Ansonsten müssten Allrather zum Einkaufen in andere Stadtteile fahren. Der Wochenmarkt im Dorf wurde mangels Resonanz eingestellt. „Es kommen mehrere Einkaufswagen nach Allrath, aber viele Bewohner wissen die Zeiten nicht“, berichtet Hassels.

Bei der Befragung wurde mehrfach erklärt, dass es das Geschäft von „Käthi“ hoffentlich noch lange gibt. Ein denkbares „ergänzendes Angebot könnten Verkaufsautomaten sein oder eine Art Gartenhäuschen mit Geldeinwurf und Warenregalen“, sagt Hassels. Bei der Suche nach einer Lösung solle auf jeden Fall die Bäckerei-Betreiberin, die sich sehr im Ort engagiere, beteiligt werden, betont Hassels.

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Ein häufig genannter Wunsch sind Verbesserungen bei Freizeitangeboten für Familien und vor allem ein Ferienprogramm, das es laut Hassels bis „etwa vor zwei Jahren hier gegeben hat. Wir wollen das Jugendferienwerk ansprechen, ob so etwas bei uns wieder möglich ist.“ Angeregt wurde zudem ein Mehr-Generationen-Platz im Dorf. Cathrin Hassels kann sich etwa eine Boule-Fläche und Fitnessgeräte vorstellen. Ein weiteres Anliegen sind verkehrsberuhigende Maßnahmen, von Rasern ist die Rede. Für die Zukunft vorgeschlagen wird ein „privates Ortsmobil“, das sich Bewohner gegen Entgelt ausleihen können.

Oft kritisiert wurde in der Umfrage, dass das Internet im Ort nicht leistungsfähig genug sei. Eine Lösung ist in Sicht. „Die Deutsche Glasfaser hat Leitungen verlegt, will jetzt Hausanschlüsse installieren. Wir hoffen, dass die Internet-Verbindungen danach leistungsfähiger sind“, sagt Hassels.

Positiv: Die meisten Allrather fühlen sich im Ort wohl, 88 Prozent leben dort gern oder sehr gern. Die „gute Gemeinschaft“, das Dorfleben, aber auch die „Halde“ werden als typische Merkmale von Allrath genannt. Zufrieden ist Cathrin Hassels, dass die Aktivitäten der Dorfgemeinschaft – von der Weihnachtsbeleuchtung bis zu Pflanzaktionen von den Umfrageteilnehmern positiv bewertet werden. Am Mittwoch, 29. August, 19.30 Uhr, soll wiederum bei „Struppe’s“ erörtert werden, welche Anregungen aus der Befragung nun angepackt werden. Zudem hofft Hassels darauf, dass sich viele Umfrage-Teilnehmer für ihr Dorf engagieren werden.