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Grevenbroich: „Allrath aktiv“ macht sich für Tempo 30 im Dorf stark

Straßenverkehr in Grevenbroich : „Allrath aktiv“ fordert Tempo 30 im Ort

Die Dorfgemeinschaft kündigt an, sich 2021 mit der Verkehrssicherheit und -beruhigung im Dorf zu befassen. Viele Autos seien in der Ortsdurchfahrt zu schnell. Ein Wunsch: Tempo 30 im gesamten Ort.

Mit dem Verkehr im Dorf will sich die Dorfgemeinschaft „Allrath Aktiv“ im neuen Jahr befassen. „Wir haben uns vorgenommen, das Thema Verkehrssicherheit und Verkehrsberuhigung voranzutreiben“, erklärt Cathrin Hassels, Vorsitzende von „Allrath aktiv“. Das Ziel: Runter mit dem im Dorf gefahrenen Tempo. „Wir haben viel Verkehr im Ort. So bemerken wir hier, wenn Schichtwechsel in den Aluminium-Werken ist. Viele Mitarbeiter nutzen offensichtlich den Weg von Neurath auf der Kreisstraße durch Allrath, über die Neurather und Theodor-Körner-Straße“, berichtet Hassels. Viele Autofahrer seien in der Ortsdurchfahrt zu schnell unterwegs. „Im Bereich des Allrather Platzes und Am Schwanenhof gilt Tempo 30 - man kann froh sein, wenn Tempo 50 gefahren wird.“

Cathrin Hassels sieht eine Gefahr etwa für Kinder. „Am Allrather Platz und an der Neurather Straße bestehen Schulbushaltestellen“, auch der große Spielplatz am Windpark sei von der Neurather Straße zu erreichen. „Wir befürchten, dass es Unfälle mit Verletzten geben könnte. Mehrere Bewohner berichteten schon, dass sie fast ,platt gefahren’ worden wären.“

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Eine Lösung könne Tempo 30 im gesamten Dorf sein, „das wünschen sich viele Allrather“, weiß Cathrin Hassels. „Wir werden uns in diesem Jahr an den Rhein-Kreis Neuss wenden“, kündigt die Vorsitzende an. Der Kreis ist Straßenbaulastträger für die K 31.

Vorgeschlagen werden sollen auch weitere Maßnahmen in der Ortsdurchfahrt, um Autofahrer anzuhalten, langsamer zu fahren. „Das könnten versetzt angeordnete Parkplätze auf der Straße sein“, sagt Hassels – oder auch Schwellen auf der Fahrbahn oder Einengungen.

Wegen der Corona-Pandemie müssen viele Angebote und Aktivitäten von „Allrath aktiv“ derzeit pausieren, aktiv war die Dorfgemeinschaft aber dennoch. Die Erweiterung des Spielplatzes am Windpark zu einem Mehrgenerationen-Platz konnte in Kooperation mit der Stadt verwirklicht werden. „Im Herbst wurden die neuen Geräte aufgestellt“, erläutert Cathrin Hassels. Dazu gehörten ein Spieletisch unter anderem für Schach, eine Slackline – ein Seil zum Balancieren – sowie ein Spielgerät für kleine Kinder unter anderem mit einer Minirutsche. Für das Projekt hat die Allrather Dorfgemeinschaft, wie die Vorsitzende berichtet, rund 6000 Euro zusammengebracht, „aus Spenden und Einnahmen der Dorfgemeinschaft, beispielsweise aus der Vermietung unserer Grillhütte“, erklärt Cathrin Hassels. Weitere Mittel habe die Stadt bereit gestellt. In diesem Jahr soll der Mehrgenerationen-Platz noch mit sogenannten Relax-Liegen bestückt werden.