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Grevenbroich: Aktiv beim Maskennähen

Alltagshelden aus Grevenbroich : Aktiv beim Maskennähen

Verena Schilk hilft gerne. Als im Frühjahr klar wurde, dass eine Alltagsmaske getragen werden soll, fing sie an zu nähen. Für Familie, Freunde und Kollegen, aber auch für Senioren. „Das war eine tolle Aktion, da wollte ich auch einen Beitrag leisten“, erzählt sie.

Verena Schilk arbeitet selbst in der Bäckerei Breiden und weiß, wie wichtig die Regeln sind. „Wir haben eine Verantwortung für andere, aber auch für uns selbst, deshalb müssen wir uns alle einschränken“, sagt sie. Ihre fünf Kinder im Alter von vier bis elf Jahren gehen vormittags in Schule und Kita, bleiben nachmittags aber zu Hause „um Kontakte auf das Nötigste zu beschränken“.

Die Zeit mit den Kindern nutzt sie auch wieder, um anderen Freude zu bereiten. Die in der Innenstadt aufgestellten Weihnachtsbäume sahen kahl aus. So hat sie mit den Kindern wetterfesten Schmuck gebastelt und an einen Baum gehängt, „damit die Leute sich beim Vorbeigehen daran erfreuen.“ Auch in der Kirche ist die Mutter ehrenamtlich engagiert und hilft, wo sie kann. Bei den Mitarbeitern der Tafel bedankt sie sich jedes Jahr mit selbst gebackenen oder gebastelten Aufmerksamkeiten. „Das sind tolle Menschen da, die leisten Enormes“, betont sie.

Aufeinander achten, sich mal bedanken, mal eine Karte, einen Brief schreiben an alte oder einsame Menschen, einfach mal was in den Briefkasten stecken. Das sind kleine Dinge, die nichts kosten, aber so wichtig sind“, ist sie überzeugt.

Masken näht Schilk auch weiterhin. „Bei fünf Kindern braucht man eine Menge“. Oft wird im Familienteam gearbeitet. Nur Baumwollstoff ist knapp – bei so vielen Masken geht eine Menge drauf. Sie würde sich bestimmt über Baumwolle im Briefkasten freuen…

(mvs)