1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: Ärger über Farb- und Ölflecke auf der Bahnstraße

Frisches Pflaster sieht schon alt aus : Ärger über Farb- und Ölflecken auf der neu gestalteten Bahnstraße in Grevenbroich

Allzu lange ist sie noch nicht fertig, die „neue“ Bahnstraße im Grevenbroicher Zentrum. Auf Teilen des Geh- und Radweges sieht es aber schon fast wieder so aus wie früher.

Mit der Neugestaltung der Bahnstraße hat die Stadt auch Freiflächen für die Außengastronomie geschaffen. Das Viertel soll damit ein wenig lebendiger werden. Frank Brocker von der Gaststätte „Op de Eck“ möchte den kleinen Platz, der an der Einmündung zur Alten Bergheimer Straße geschaffen wurde, auf jeden Fall nutzen, sobald es Corona und die Stadt erlauben. Was ihn ärgert: Das neue Pflaster, das vor seiner Kneipe verlegt wurde, sieht schon jetzt richtig alt aus.

Weil Kostenpflichtiger Inhalt Parkplätze durch die Neugestaltung weggefallen sind, wurden in den vergangenen Wochen mehrfach Autos auf der Fläche abgestellt – und offensichtlich waren es nicht die neuesten Modelle. „An vielen Stellen sind jetzt Ölflecke zu sehen“, ärgert sich Brocker. Am vergangenen Freitag seien dann noch mehr Flatschen hinzugekommen, nachdem eine Firma anrückte, um den Radweg zu markieren, und einen Lkw auf der Fläche parkte.

Was die neuen Markierungen betrifft: Nach den Arbeiten sind auf dem Rad- und dem nebenan liegenden Gehweg weitere Flecken hinzugekommen – kein Öl, sondern Farbe. „Bis hin zum ehemaligen ,grünen’ Finanzamt ist alles versaut worden“, schildert der Gastwirt. „Nachdem die Firma weg war, ist irgendjemand durch die frische Farbe getrampelt, so dass nun überall weiße Abdrücke zu sehen sind.“

Frank Brocker hat seine Kneipe an die neuen Gegebenheiten auf der Bahnstraße angepasst. Der Haussockel ist frisch gestrichen, der Eingang auf Vordermann gebracht worden. „Ich habe versucht, alles etwas schöner zu machen. Da ärgert man sich dann schon, wenn vor der Türe alles versaut wird“, berichtet er. Brocker hat versucht, die Stadt auf die vielen Flecken aufmerksam zu machen – und auch auf die Radweg-Markierungen, die seiner Meinung nach sehr unsauber aufgetragen worden seien. „Bislang leider ohne Erfolg“, sagt er. „Schade, hier geht es ja auch um Steuergelder.“

Wie Rathaussprecherin Claudia Leppert auf Anfrage unserer Redaktion erklärte, hätten sich Mitarbeiter der Stadtbetriebe bereits die Farbflecken angesehen. Werden sie mit den nächsten Regenfällen nicht weggewaschen, sollen sie entfernt werden. Und auf die ölenden Falschparker werde das Ordnungsamt verstärkt achten.

Sollte es möglich sein, möchte der „Op de Eck“-Wirt künftig den kleinen Platz mit Stühlen, Tischen, Schirmen und einer Umrandung ausstatten. „Das kann hier sehr schön werden“, sagt Frank Brocker.

(wilp)