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Grevenbroich: Ältestenrat soll wichtige Projekte auf den Weg bringen

Politik in der Corona-Krise : Ältestenrat soll wichtige Projekte in Grevenbroich auf den Weg bringen

Die Vorsitzenden der Ratsfraktionen kommen zusammen, damit unaufschiebbare Zukunfts-Projekte wegen des Coronavirus nicht zum Erliegen kommen.

Das politische Leben in Grevenbroich ruht. Die Parteien haben sich darauf verständigt, wegen der Corona-Krise eine Wahlkampf-Pause einzulegen. Sie gilt zunächst bis zum Ende der Osterferien (19. April). Wegen des Versammlungsverbots wurden auch die Sitzungen des Stadtrates und der Gremien abgesagt. Damit unaufschiebbare Zukunfts-Projekte nicht zum Erliegen kommen, müssen wichtige Entscheidungen zeitnah getroffen werden. Dazu kommt der Ältestenrat am Dienstag im Rathaus zusammen – unter Sicherheitsvorkehrungen.

Die Stadt will beim geplanten Lidl-Zentrallager den Turbo-Gang einlegen, damit das Projekt im Industriegebiet Ost nach Zeitplan realisiert werden kann. Die notwendige Änderung des Flächennutzungsplanes konnte bisher aber noch nicht auf den Weg gebracht werden, weil die Sitzung des Planungsausschusses am Dienstag ausgefallen ist.

Zwar hat der Bürgermeister die Möglichkeit, wichtige Vorhaben gemeinsam mit einem Ratsmitglied per Dringlichkeitsbeschluss auf den Weg zu bringen – doch das möchte Klaus Krützen nicht. Er zieht die demokratischere Variante vor: Der Verwaltungschef hat die Vorsitzenden der sieben Ratsfraktionen eingeladen, um die erforderlichen Beschlüsse für dringende Projekte gemeinsam zu treffen.

„Wegen einer möglichen Ansteckungsgefahr werden für diese Sitzung bestimmte Sicherheitsvorkehrungen gelten“, berichtet Rathaussprecher Stephan Renner. „So werden die Fraktionsvorsitzenden zum Beispiel in gebührendem Abstand voneinander platziert.“

Die städtischen Fachbereiche und Dezernate sind im Vorfeld dieser Zusammenkunft aufgefordert worden, die wichtigsten Vorhaben zu benennen, die schnellstmöglich auf die Schiene gesetzt werden sollen. Das gelte insbesondere für das Lidl-Zentrallager, sagt Renner. „Für dieses Projekt wurde ein ambitionierter Zeitplan vereinbart, den wir auch einhalten wollen.“

Neben dem Planungs- und Umweltausschuss sind auch die für  die kommende Woche angekündigten Sitzungen des Bauausschusses und des Jugendhilfeausschusses abgesetzt worden.