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Grevenbroich: Abschied von Pfarrer Harrie de Zwart in Gustorf

Gustorfer Pfarrer wurde unter großer Anteilnahme beigesetzt : Abschied von Harrie de Zwart

Zahlreiche Menschen nahmen beim Seelenamt für den beliebten Pfarrer, der vor einer Woche mit 90 Jahren verstorben war, in der Gustorfer Kirche St. Mariä Himmelfahrt teil.

Gleich neben seinem Erftdom St. Mariä Himmelfahrt in Gustorf wurde Harrie de Zwart unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beigesetzt. Der Gustorfer Pfarrer war im Alter von 90 Jahren verstorben. Auch wenn der Messe wegen der Pandemie nur 58 Besucher beiwohnen durften, nahmen viele über das Internet am Seelenamt teil. 

Genau so hätte Harrie de Zwart es gewollt, waren sich die Gläubigen, die draußen den Trauergottesdienst verfolgten, einig. Wie Meik Schirpenbach, der als leitender Pfarrer die Heilige Messe mit einem Seelsorge-Team feierte, betonte, war es dem Verstorbenen wichtig, nicht seine eigene Person in den Mittelpunkt des Gottesdienstes zu stellen. Das hatte er in seinem Testament verfügt. Trotzdem gelang es Schirpenbach, den Pfarrer, „der Menschen zusammenführte“, und dessen Ideale vorzustellen. „Er wird uns fehlen“, stellte Thomas Peters vom Volks- und Heimatverein Laach fest, der mit Heinz Wilhelm Becker am Eingang zur Kirche die Besucher empfing. De Zwart war einziges Ehrenmitglied im Bürgerschützenverein Gustorf und Ehrenpräses der Schützenbruderschaft Gindorf. Und: „Er hat sich als Ortspfarrer sehr verdient gemacht“, sind sich die beiden einig.

Schirpenbach erklärte, was Harrie de Zwart antrieb: „Als überzeugter Assumptionist hat er den Glauben Jesu Christus tief in seine Seele eindringen lassen. So wie die Jungfrau Maria nichts in Frage gestellt hat, sondern den Glauben konsequent gelebt hat.“ Pastor Harrie de Zwart habe seine Aufgabe als Ruf verstanden und habe es sich als Feingeist zur Lebensaufgabe gemacht, den Erftdom und die Menschen zu betreuen. „Über Glaubensgrenzen, Stadt- und Staatsgrenzen hinweg hat er die Menschen zusammen geführt“, sagte die evangelische Pfarrerin Petra Reitz, die lange in Gustorf wirkte. Dabei konnte er begeistern. „De Zwarts Lebensaufgabe wirkt in uns nach. Wir gehen seinen Weg weiter“, erklärte Meik Schirpenbach.  Draußen verfolgten Menschen den Gottesdienst und die Beisetzung im Priestergrab. Trotz Social Distance war die Zeremonie ergreifend und feierlich.