Kein Personal, ausstehende Genehmigung Abriss von altem Hallenbad in Grevenbroich verzögert sich um drei Wochen

Neukirchen · Eigentlich sollte der Abbruch des stillgelegten Schwimmbads in Neukirchen diese Woche beginnen. Das Abbruchunternehmen hat den Beginn der Arbeiten aber verschoben. Auf dem Gelände soll wohl doch keine Flüchtlingsunterkunft entstehen.

 Seit Mitte Dezember ist das Hallenbad eingezäunt. Der 70er-Jahre-Bau wartet auf den Abriss.

Seit Mitte Dezember ist das Hallenbad eingezäunt. Der 70er-Jahre-Bau wartet auf den Abriss.

Foto: Kandzorra, Christian

Der Abriss des stillgelegten Hallenbads in Neukirchen wird später beginnen als geplant: Wie Rathaus-Sprecher Lukas Maaßen sagt, hat das Abbruchunternehmen die Arbeiten nach hinten geschoben. Der Gründe: Es fehlt Personal und andere Aufträge müssen noch abgearbeitet werden. Und: Es steht noch eine Genehmigung vom Amt für Arbeitsschutz aus. Eigentlich sollten die Arbeiten diese Woche starten. „Nach derzeitigem Stand plant der Auftragnehmer den Beginn der Arbeiten für den 18. März“, sagt Maaßen.

An der Lage vor Ort hat sich derweil nichts verändert: Das Schwimmbad aus Mitte der 1970er Jahre steht eingezäunt am Friedel-Netzer-Weg, es sind auch Vandalismus-Schäden zu sehen. An dem Abbruchobjekt sind mehrere Bäume gefällt worden, auch wurden in den vergangenen Wochen alle relevanten Leitungen gekappt. Dem Abriss steht nichts mehr im Wege.

Dass der Abbruch gleich mit einem großen Bagger beginnen wird, gilt indes als unwahrscheinlich. Denn im Bad sind (wie in so vielen Gebäuden der 70er Jahre) auch Komponenten verbaut, die den krebserregenden Stoff Asbest enthalten. Die betroffenen Bauteile sollen behutsam ausgebaut und fachgerecht entsorgt werden, erst im Anschluss geht’s ans Grobe. Wie Rathaus-Sprecher Maaßen bereits vor einigen Wochen erklärt hatte, soll das Bad vollständig verschwinden – inklusive Keller.

In einigen Wochen könnte das Grundstück für eine neue Nutzung bereitstehen. Laut Stadtverwaltung sollen die Bedürfnisse der Bürger in Neukirchen bei der Planung einer neuen Nutzung berücksichtigt werden. Dem Bürgermeister zufolge laufen Gespräche auch mit dem Sportverein, der die neben dem Hallenbad liegenden Spielfelder nutzt.

Zwischenzeitlich war das Grundstück auch als Standort für ein städtisches Flüchtlingsheim gehandelt worden. Diese Pläne scheinen aber vom Tisch zu sein: Bürgermeister Klaus Krützen hatte bei der Vorstellung der Unterkunft in Frimmersdorf erklärt, dass ein möglicher Heim-Standort in Neukirchen identifiziert wurde, dieser aber nicht auf dem Hallenbad-Gelände liege. Zu Details wollte sich der Rathaus-Chef zunächst nicht äußern.

(cka)
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