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Grevenbroich: A540 bleibt Baustelle bis 2019

Autobahn bei Grevenbroich : A 540 bleibt bis Ende 2019 eine Baustelle

Schwer gearbeitet wird momentan auf der Autobahn 540 zwischen den Anschlussstellen Gustorf und Grevenbroich-Süd: Nachdem die beiden Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft und 5000 Kubikmeter Erde an der Fundstelle wieder aufgeschüttet wurden, haben die Arbeiter dort „freie Hand“.

Derzeit verlegen die Bauarbeiter auf dem Mittelstück Ablaufrohre für Regenwasser. Außerdem wird die komplette Asphaltdecke abgetragen. „Wir gehen dazu in bis zu 80 Zentimeter Tiefe“, sagt Projektleiter Erdal Zorlu von Straßen.NRW.

Autofahrer müssen weiterhin auf die Auf- und Abfahrt an der Anschlussstelle Frimmersdorf in Fahrtrichtung Grevenbroich-Süd verzichten; außerdem kann an der selben Anschlussstelle in die andere Fahrtrichtung weiterhin nur die Ausfahrt genutzt werden. Erdal Zorlu rechnet damit, dass die Arbeiten auf dem betreffenden Stück noch eine Zeit andauern werden.

Die Arbeiten sind umfangreich: Die Asphaltdecke muss aufgrund ihrer Dicke Stück für Stück abgetragen und die Rohre teils auch unter der Fahrbahn verlegt werden. „Die alten Leitungen haben nicht mehr den heutigen Standards entsprochen“, berichtet Zorlu. Der Grund: Die Rohre, die das auf der Fahrbahn anfallende Regenwasser fassen müssen, waren vom Durchmesser her nicht breit genug. Wenn alle Leitungen und Rohre verlegt sind, soll laut Zorlu die komplette Neu-Montage der Schutzeinrichtungen wie Leitplanken folgen. „Ich gehe davon aus, dass die Arbeiten auf der gesamten Autobahn noch bis Ende nächsten Jahres dauern werden.“

Autofahrer müssen auf der A 540 also weiterhin mit Baustellenverkehr und damit einhergehenden Tempolimits rechnen. Perspektivisch kündigt der Projektleiter an, dass sich die Bauarbeiten in den nächsten Monaten in Richtung Jüchen verschieben. Auch dort muss der Wasserablauf erneuert werden – am Mittelstreifen sowie außen.

Das Warten auf die Entschärfung der Bombenblindgänger, der aus Sicherheitsgründen nur lagenweise erlaubte Erdaushub und die Verzögerung der Bauarbeiten an der Landstraße 142 bei Langwaden haben dem Bauvorhaben an der Autobahn ordentlich Zeit gekostet. Der Einschätzung Zorlus zufolge liegen die Arbeiten acht Monate hinter dem Zeitplan. Eine parallele Sperrung von Landstraße und Autobahn hätte für ein Verkehrschaos im Stadtgebiet Grevenbroich geführt, ist er sich sicher.