Grevenbroich: 88 zusätzliche Lkw-Stellplätze an der Autobahnratstätte Vierwinden.

Raststätte Vierwinden: Bald Stellplätze für 88 Lkw

Die Raststätte Vierwinden wird jetzt ausgebaut. 88 statt derzeit 18 Brummis sollen dort Platz finden. Für die Anwohner in Hemmerden, die jetzt schon unter dem Krach der startenden Lkw leiden, soll eine Lärmschutzwand gebaut werden.

Jeden Abend das gleiche Bild: Es wird eng auf den Rastplätzen zwischen den Anschlussstellen Kapellen und Grevenbroich an der A 46. Viele Lkw-Fahrer finden keine Stellplätze, immer wieder blockieren sie mit ihren Gefährten notgedrungen Aus- und Auffahrten, weil sie ihre Ruhezeiten einhalten müssen. Derzeit stehen den Fahrern gerade einmal 18 Stellplätze zur Verfügung. Doch mit dem Platzmangel soll bald Schluss sein – zumindest auf dem Rastplatz Vierwinden-Nord zwischen Kapellen und Grevenbroich in Fahrtrichtung Heinsberg. Das Areal soll für rund sieben Millionen Euro kräftig erweitert werden. „70 zusätzliche Stellplätze für Lkw“, lautet die Ansage, die jetzt in einem Planfeststellungsverfahren verankert ist. Damit soll die Zahl der Stellplätze für Brummis auf 88 steigen. Die neuen Plätze sollen östlich an das bisherige Areal angrenzen.

Der schräg gegenüberliegende Rastplatz Vierwinden-Süd für Fahrer in Richtung Düsseldorf soll in vier bis fünf Jahren ebenfalls ausgebaut werden. Der Startschuss für die Bauarbeiten an der nördlichen der beiden Anlagen soll laut Gerlinde Quack im zweiten Quartal 2019 starten. Ihr obliegt die planerische Leitung beim Landesbetrieb „Straßen NRW“, der für den Ausbau bereits in Verhandlungen zum Erwerb eines angrenzenden Grundstücks getreten ist. Es soll vier Hektar groß sein – so viel Platz ist für die zusätzlichen Stellflächen nötig. „Der Ausbau wird etwa zwei Jahre dauern“, sagt Gerlinde Quack.

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Teil der Bauarbeiten ist auch die Errichtung einer neuen Toilettenanlage. Außerdem steht der Bau von Lärmschutz- und Kanalanlagen, die Installation einer entsprechenden Beleuchtung sowie der Umbau von Verzögerungs- und Beschleunigungsstreifen auf dem Plan. Die Grevenbroicher Landtagsabgeordnete Heike Troles (CDU) macht darauf aufmerksam, dass es sich um eines von 18 fertiggestellten Planfeststellungsverfahren handelt, die das NRW-Verkehrsministerium im ersten Jahr der neuen Landesregierung auf den Weg bringen konnte. „Uns ist es wichtig, auch die Belange der Anwohner aus Hemmerden zu berücksichtigen“, betont Troles, die auf die geplante Erweiterung der WC-Anlage für Lkw-Fahrer sowie auf eine verlängerte Lärmschutzwand hinweist. Viele Hemmerdener fürchten, dass die Lärmbelastung insbesondere am späten Sonntagabend zunimmt, wenn sich Lkw-Fahrer nach dem Sonntagsfahrverbot wieder auf den Weg machen – und auf Höhe ihres Ortes beschleunigen. Die Tankstelle und die bisher bestehenden Lkw-Stellplätze sollen während der Bauphase nicht eingeschränkt werden. „Im Zuge der Baumaßnahme ist eine Verlegung des Lkw-Tankstellenbereichs notwendig, der an einer anderen Stelle des Tankfelds integriert wird“, sagt Janina Bruckmann. Sie ist Sprecherin der „Autobahn Tank & Rast“-Gruppe, die die Tankstelle und das Restaurant verpachtet hat. Weitere Baumaßnahmen an der eigentlichen Station seien nicht geplant. „Wir begrüßen die Bemühungen des Bundes, die Stellplatzzahl kontinuierlich zu erhöhen“, sagt sie. So könne die Parkplatzsituation für Reisende deutlich verbessert werden.

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