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Grevenbroich: 100-Prozent-Förderung für neue Radwege im Revier

Fahrradverkehr in Grevenbroich : 100-Prozent-Förderung für neue Radwege im Revier

Um den Radverkehr zu verbessern, stellt der Bund zwischen 2020 und 2023 rund 125 Millionen Euro an Fördergeldern zur Verfügung. Davon könnten vor allem finanzschwache und vor dem Strukturwandel stehende Kommunen wie Grevenbroich profitieren, wie der Redaktion auf Anfrage bestätigt wurde.

„Unser Einsatz für das Radwegenetz im Rheinischen Revier hat sich ausgezahlt“, sagt NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst. „Mit der Förderzusage des Bundes und einer Ko-Finanzierung der Landesregierung eröffnen sich ganz neue Perspektiven für Städte und Gemeinden im Revier.“

Die könnten nämlich bald loslegen beim Ausbau eines regionalen Radwegenetzes. Die Förderquote beträgt bis zu 75 Prozent der Gesamtkosten, für Kommunen der Kohleregionen sind 90-prozentige Zuschüsse vorgesehen. Hinzu kommt eine Ko-Finanzierung in Höhe von zehn Prozent durch das Land. Heißt: „Ohne Eigenmittel können die Kommunen jetzt Tempo machen beim Ausbau eines regionalen Radwegenetzes“, sagt Hendrik Wüst. „Wir machen Ernst mit unserer Fahrrad-Offensive.“

Mit dem Förder-Vorhaben sollen lückenlose Radverkehrsnetze in Deutschland geschaffen werden. Das Fahrrad soll als klimafreundliches Verkehrsmittel und aktive Mobilitätsform mehr in den Fokus gerückt werden. „Das ist auch das Ziel, das wir in Grevenbroich verfolgen“, reagierte CDU-Fraktionschef Wolfgang Kaiser jetzt auf die Mitteilung aus Düsseldorf. Es gelte nun, sich so um die Fördergelder zu bemühen. „Da wir nach wie vor klamm sind, sollte in dieser Sache schnell etwas geschehen.“ Mit Unterstützung der Abgeordneten Hermann Gröhe MdB und Heike Troles MdL will sich die Union um Zuschüsse bemühen.

Grevenbroich gehört mittlerweile zu den fahrrad- und fußgängerfreundlichen Kommunen. „Vieles ist in der Vergangenheit verbessert worden – vieles muss aber auch noch gemacht werden“, sagt Wolfgang Kaiser. Er denkt zum Beispiel an durchgängige Routen, die eine Nord-Süd-Verbindung auch über das Grevenbroicher Stadtgebiet hinaus verbessern sollen – oder an Radwege, die an viel befahrenen Landstraßen heute noch fehlen. „Da geht es zum Teil lebensgefährlich zu.“

Um beurteilen zu können, wo Radwege sinnvoll umgesetzt werden können, müsse das bereits mehrfach von der Stadtverwaltung angekündigte Mobilitätskonzept „endlich auf den Tisch gelegt werden“, fordert der CDU-Vorsitzende.

(NGZ)