Grevenbroich: Glasverbot zur Kirmes

Grevenbroich : Glasverbot zur Kirmes

Während des Grevenbroicher Schützenfestes gilt für den Bereich rund um den Schützenplatz wieder ein Glasverbot. Das Ordnungsamt bereitet sich auf die Kontrollen vor – und wird von Kollegen aus der Verwaltung unterstützt.

Während des Grevenbroicher Schützenfestes gilt für den Bereich rund um den Schützenplatz wieder ein Glasverbot. Das Ordnungsamt bereitet sich auf die Kontrollen vor — und wird von Kollegen aus der Verwaltung unterstützt.

Die Stadt richtet während des Schützenfestes des Bürgerschützenvereins (BSV) Grevenbroich wieder ein Glasverbot ein. Stadtsprecher Andreas Sterken weist darauf hin, dass dieses Verbot für die gesamte Festdauer gilt — also bis einschließlich 4. September. "Die Erfahrungen aus dem Vorjahr sind positiv", sagt Sterken. Damals hatte es erstmals ein Glasverbot beim Schützenfest in Stadtmitte gegeben. Die NGZ beantwortet die wichtigsten Fragen zum Verbot:

Wo gilt das Glasverbot? Das Verbot erstreckt sich auf folgende Bereiche: Platz der Republik, Hartmannsweg von der Einmündung in die Breite Straße bis zur Alten Feuerwache, Graf Kessel-Straße von der Einmündung in die Bahnstraße bis Am Flutgraben, Bahnstraße von der Einmündung in die Karl-Oberbach-Straße bis zum Ostwall, Montzstraße von der Einmündung in die Graf-Kessel-Straße bis zur Bundesstraße 59, Schlossstraße von der Einmündung in die Graf-Kessel-Straße bis zur Alten Feuerwache sowie auf dem Schützenplatz vor dem Festzelt.

Wer kontrolliert das Glasverbot? Da die Personaldecke des Ordnungsamtes nicht ausreicht, haben sich Kollegen aus anderen Fachbereichen zur Unterstützung gemeldet. In drei Teams werden die Kontrollen während der Festtage vorgenommen. "Die Verstärkung für das Ordnungsamt kommt querbeet aus der Verwaltung", sagt Sterken. Eine Priorität werde auch darauf gelegt, die Notwendigkeit des Glasverbots zu erklären.

Warum ist ein Glasverbot überhaupt notwendig? Zum Schutz der Besucher des Schützenfestes. Umherliegende Scherben hatten dort immer wieder zu Schnittverletzungen geführt. Vor allem Frauen, die offene Schuhe trugen, mussten aufpassen, nicht in zersplittertes Glas zu treten. 2010 hatte es laut Polizei sieben Verletzte durch Scherben gegeben. Die Polizei ging aber von deutlich mehr Fällen aus, da nicht jede Schnittwunde gemeldet wurde. "Nach Einführung des Glasverbots gab es keine einzige Verletzung durch Scherben mehr", sagt Sterken. "Auch deshalb wird das Verbot als sinnvoll erachtet."

Welche Strafen drohen bei Verstoß gegen das Verbot? Wer mit einem Glas oder einer Glasflasche erwischt wird, muss diese abgeben. Mit einer Geldbuße müssen Schützenfestbesucher nicht rechnen. Anders sieht es bei Schaustellern oder Händlern aus: Wer während des Festes in der Verbotszone in Gläser ausschenkt, muss mit Geldbußen rechnen. Im vergangenen Jahr gab es nur einen Fall: Ein Kiosk hatte Glasflaschen verkauft. Er wurde kurzzeitig geschlossen, der Pächter musste ein Bußgeld zahlen.

(NGZ/rl)
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