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Grevenbroich: Gewerbepark in Wirichs-Halle

Grevenbroich : Gewerbepark in Wirichs-Halle

Gleich zwei große Projekte werden die Bergheimer Straße kräftig aufwerten: Im ehemaligen Wirichs-Baumarkt errichtet Uwe Beyer einen Gewerbe- und Dienstleistungspark. Nebenan erneuert der TÜV 2013 seine Prüfstelle.

Die Bergheimer Straße verändert gegenüber dem Schulzentrum ihr Gesicht, sie wird deutlich attraktiver: Im früheren Wirichs-Baumarkt haben bereits Aufräumarbeiten begonnen, in wenigen Wochen soll der Umbau starten: Der Grevenbroicher Uwe Beyer will dort einen Gewerbe- und Dienstleistungspark errichten. Damit verschwindet endlich eine Brache: Seit mehr als zehn Jahren wird das Gebäude kaum genutzt. Viele Ansiedlungspläne etwa für eine Bowlingbahn oder ein Möbelhaus zerschlugen sich.

Nun soll wieder Leben in den rund 3000 Quadratmeter großen Komplex einkehren. "Die Halle wird mit Wänden aufgeteilt. Fünf bis sieben Handwerksbetriebe, Dienstleister und Gewerbetreibende sollen dort einziehen", erklärt Uwe Beyer. Auch ein Fitnessstudio sei geplant. Als einen Vorteil des Areals nennt der 47-Jährige "den innerstädtischen Standort", außerdem stünden dort 120 Autostellplätze zur Verfügung.

Wie Uwe Beyer weiter erklärt, habe die Beyer Grundbesitzverwaltung die Immobilie gekauft. Zu den Gewerken, die dort künftig zu finden sind, äußert sich Beyer noch nicht. "Wir sind für die Mietverträge in der Endphase, das Interesse ist groß." Vor dem Einzug wird umgebaut: "Hell und freundlich" solle der Gewerbe- und Dienstleistungspark werden, auch die Fassade werde neu gestaltet. "Mitte des Jahres wollen wir fertig sein."

Im kommenden Jahr rücken Bauarbeiter auf dem Nachbargrundstück an. Der TÜV Rheinland erneuert seine Prüfstelle. Eine Voraussetzung ist jetzt erfüllt: Der Bauausschuss hat keine Bedenken gegen die weitere Verpachtung des städtischen Grundstücks für die Dauer von 20 Jahren. "2012 planen wir, und 2013 bauen wir", erklärt nun Wolfgang Partz, Sprecher von TÜV Rheinland in Köln.

Das aus dem Jahr 1965 stammende Gebäude "wird entkernt, nur das Stahlgerippe und das Mauerwerk bleiben stehen", so Partz. "Die gesamte Prüftechnik, Hebebühnen sowie etwa der Raum für die theoretische Führerscheinprüfung werden erneuert", erläutert Partz. Der Komplex werde energetisch heutigen Standards angepasst und auch von außen neu gestaltet: Die TÜV-Niederlassung erhält eine graue Alufassade ähnlich wie die in Neuss. "Mit diesem Aussehen haben wir bereits etliche Prüfstellen gestaltet", sagt der TÜV-Sprecher.

Möglich wurde die weitere langfristige Verpachtung, weil ein anderes Projekt auf sich warten lässt: Für die seit langem an der Bergheimer Straße geplante Bahnunterführung spielt das Grundstück zwar eine große Rolle, doch der Bau soll nicht vor dem Jahr 2032 starten.

(NGZ)