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Grevenbroich: Gewerbegebiet Kapellen bietet 200 neue Jobs

Grevenbroich : Gewerbegebiet Kapellen bietet 200 neue Jobs

Das Gewerbegebiet Kapellen ist komplett vermarktet. Die noch freien Flächen sind vergeben. Jetzt braucht die Stadt neue Gewerbeflächen.

Gute Nachrichten aus dem Gewerbegebiet Kapellen: Die Flächen auf dem neuen Areal zwischen der Autobahn 46 und der Straße "Auf den Hundert Morgen" sind komplett vermarktet. Wirtschaftsförderer Ulrich Held betont: "Noch sind zwar nicht alle Verträge unterschrieben, aber wir sind uns mit den Unternehmen einig." Insgesamt fünf Flächen sind derzeit auf dem ausgewiesenen Areal noch unbebaut. Sind alle Unterschriften geleistet und die Formalitäten geklärt, kann dort mit dem Bau begonnen werden. "Wir gehen davon aus, dass in spätestens drei Jahren alles bebaut ist", sagt Held. Insgesamt sind auf dem Areal, das zur Entwicklungsmaßnahme Kapellen gehört, dann 200 Arbeitsplätze entstanden.

Einer der nächsten Unternehmer, die vor der Vertragsunterzeichnung stehen, ist Alfred Schmitz. Der 51-Jährige ist Inhaber des auf Schallschutz spezialisierten Ingenieurbüros "TAC Akustik". Morgen wird der Vertrag über das Grundstück im Gewerbegebiet Kapellen unterzeichnet. Bislang ist "TAC Akustik" in Korschenbroich beheimatet. "Da wir uns vergrößern möchten, waren wir auf der Suche nach einem geeigneten Standort. Mit Kapellen konnte da im näheren Umfeld nichts mithalten", sagt Schmitz. Insbesondere die gute Autobahnanbindung hat das Unternehmen, das Beratungs- und Dienstleistungsaufgaben im Bereich Schalltechnik und Akustik anbietet, überzeugt. Für Schmitz hat der Umzug auch einen netten Nebeneffekt: Der Ingenieur ist gebürtiger Wevelinghovener und rückt mit dem neuen Standort wieder näher an die Heimat. "Spätestens Mitte nächsten Jahres wollen wir in Kapellen einziehen."

Zurzeit hat das Unternehmen acht Mitarbeiter. Mit dem neuen Standort sollen jedoch auch neue Kollegen dazukommen. "Wir werden dann zwölf, vielleicht auch 14 Mitarbeiter haben", erklärt Schmitz. Zu den Kunden des Unternehmens zählt unter anderem der Flughafen Düsseldorf; auch bei den Beschallungsanlagen für die Durchsagen am Düsseldorfer und Kölner Hauptbahnhof war das Know-how der Firma gefragt.

Einer, der Alfred Schmitz in Sachen Standort schon etwas voraus hat, ist sein Namensvetter Marcus Schmitz. Die beiden sind nicht verwandt, werden aber bald Nachbarn im Gewerbegebiet Kapellen sein. Marcus Schmitz hat sich Ende 2013 mit seinem auf Kälte- und Klimatechnik spezialisierten Unternehmen an der Heinrich-Hertz-Straße niedergelassen - und zieht eine rundum positive Bilanz. "Die Entscheidung für Kapellen hat sich für uns gelohnt", sagt der 38-Jährige. Seine Firma war zuvor in Neuss beheimatet und expandiert zurzeit. "Wir haben inzwischen zwölf Mitarbeiter und werden weiter wachsen", sagt Marcus Schmitz.

Neben der Entwicklung in Kapellen muss die Stadt weitere Gewerbeflächen schaffen. "Wir kennen den Bedarf und arbeiten daran", betont Bürgermeisterin Ursula Kwasny. Zu den großen Aufgaben für die Zukunft zählen die beiden interkommunalen Gewerbegebiete mit Rommerskirchen und Jüchen.

(NGZ)