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Grevenbroich: Gewächshaus bei Brand völlig zerstört

Grevenbroich : Gewächshaus bei Brand völlig zerstört

In der Nacht zu Mittwoch stand ein 800 Quadratmeter großes Gewächshaus in Barrenstein in Flammen, 37 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Die Kriminalpolizei ermittelt. Eine Woche zuvor hatte es schon einmal nachts im Ort gebrannt.

Die Glasscheiben sind ebenso voller Ruß wie die Hortensien am Boden. Blumentöpfe sind in der enormen Hitze geschmolzen, Teile der Kunststoffwände und einige Scheiben zerstört. „Viel Arbeit für nichts. Mein Mann hat vor vielen Jahren die Gewächshäuser mit aufgebaut“, sagt Karola Krüppel (49). In der Nacht zu Mittwoch brannte ein 800 Quadratmeter großes Gewächshaus der Gärtnerei Krüppel, in dem Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht und andere Pflanzen gezogen worden. Zur Brandursache konnte die Polizei am Mittwoch noch nichts sagen. Auffällig: Vor einer Woche hatte es im Ort schon einmal gebrannt – ebenfalls nachts.

Karola und Frank Krüppel sowie ihre 17 Jahre alte Tochter bemerkten in der Nacht zu Mittwoch zunächst nichts, schliefen im Wohnhaus nur wenige Meter vom Gewächshaus an der Hoeninger Straße weiter. Die Türklingel riss die Familie aus dem Schlaf. „Dann rief jemand: Machen Sie auf, es brennt“, schildert Karola Krüppel. „Ein junger Mann hatte von der Landstraße aus die Flammen gesehen und ist wohl über den Zaun geklettert, um uns zu warnen. Ohne ihn wäre der Brand vielleicht noch größer geworden“, sagt sie. „Wir wissen nicht, wer der Mann ist, würden uns gern bei ihm bedanken.“ Vom Wohnhaus aus sahen sie und ihr Mann die Flammen, riefen die Feuerwehr. „Wir hatten Angst, dass das Feuer auf das Wohnhaus übergriff.“

Die Hauptamtliche Wache sowie die Löschzüge Stadtmitte und Wevelinghoven rückten mit 37 Feuerwehrleuten an. „Von drei Seiten haben wir den Brand bekämpft“, erklärt Einsatzleiter Stephan Durst. Zweieinhalb Stunden waren die Einsatzkräfte vor Ort, löschten Glutnester. Die benachbarten Gewächshäuser und eine Lagerhalle blieben erhalten, das Wohnhaus blieb unbeschädigt. Das Gewächshaus direkt neben dem Wohnhaus wurde aber ein Raub der Flammen.

Am Mittwoch standen Gespräche mit Versicherungen an, „der Betrieb in unseren Blumengeschäften an der Bahnstraße und im Montanushof läuft weiter“, betont Karola Krüppel. „Wir werden mehr Blumen zukaufen müssen als sonst.“ Die Kriminalpolizei beschlagnahmte den Brandort. „Wenn alles kalt ist, untersuchen wir die Brandstelle, um die Ursache zu ermitteln“, sagt Polizeisprecher Hartmut Batz.

Zur Frage, ob ein Brandstifter am Werk war, konnte die Polizei noch nichts sagen – auch nicht, ob ein Zusammenhang zum Feuer am 10. März, an der Wevelinghovener Straße besteht. Damals hatte nachts das Vordach eines Gebäude gebrannt, das als Geräte- und Lagerraum diente. „Brandstiftung können wir nicht ausschließen“, so Batz.

(NGZ)