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Grevenbroich: Gestanksgegner warten auf Kwasnys Termin

Grevenbroich : Gestanksgegner warten auf Kwasnys Termin

Die nach Geruchsbelästigungen rund um das Industriegebiet Ost gegründete "Interessengemeinschaft Lebensqualität" (IGL) zieht ihre erste Jahresbilanz. Und das nicht ganz unzufrieden, wie Sprecher Claus Schäfer (45) meint: "Der Druck wirkt. Eine Firma hat sehr viel Geld in die Hand genommen, um gesundheitsschädliche Abgase nachzuverbrennen."

Darüber hinaus hätten die Werke eine Beschwerde-Hotline eingerichtet, Mitglieder der Gremien und des Rates würden sich nun für die Abläufe in den Werken interessieren. Und: "Bürgermeisterin Ursula Kwasny wird in Kürze für einen echten Nachbarschaftsdialog sorgen", sagt Leo Oehmen (59) von der IGL. Die Verwaltungschefin wird zu einem "Runden Tisch" ins Rathaus einladen: "Der Termin steht noch nicht fest. Wir rechnen aber in den nächsten Wochen damit."

Auf dem von der IGL ins Netz gestellten Weblog haben mittlerweile mehr als 11 500 Besucher sich informiert und bislang etwa 150 Geruchsmeldungen durchgegeben. "Unser Hauptanliegen ist, permanenten öffentlichen Druck zu erzeugen und über die Situation aus Sicht der Betroffenen zu berichten", erklärt Schäfer. Dabei sei auch das Medium Internet hilfreich.

Was sich die Interessengemeinschaft wünscht: "Wenn die Bezirksregierung das von uns geforderte Gutachten um eine ,Fahnenbegehung' erweitert, um endlich die Quellen des Gestanks treffsicher zu lokalisieren, könnte der Spuk bald ein Ende haben."

(NGZ)