Gemeinde St. Peter und Paul in Grevenbroich: Das Pfarrzentrum wird saniert.

Pfarrzentrum wird saniert : Neue Räume für die katholische Kirche

Die Modernisierung des Gemeindezentrums von St. Peter und Paul macht Fortschritte. Im Herbst soll der dritte und größte Bauabschnitt starten – der Umbau des Bernardushauses zur zentralen Anlaufstelle.

Die katholische Pfarrgemeinde St. Peter und Paul investiert in die Zukunft. Für mehr als 1,8 Millionen Euro wird zurzeit das Pfarrzentrum neben der Kirche modernisiert und umgebaut. Herzstück wird das Bernardushaus sein, das ab Herbst umgebaut wird und in dem das „Haus der katholischen Kirche“ in Grevenbroich entsteht als eine zentrale Anlaufstelle für den gesamten Seelsorgebereich Elsbach-Erft mit seinen fünf Kirchengemeinden. Doch zunächst stehen viele andere Arbeiten an – und mehrere Umzüge während der Bauarbeiten.

Die Architekten Nicola Lenze und Bernd Sokolowski vor dem Pfarrzentrum, das zurzeit umgebaut wird. Im Herbst soll der  letzte Bauabschnitt folgen. Foto: Woitschützke, Andreas (woi)

Gearbeitet wird derzeit im Pfarrzentrum gegenüber des Bernardushauses. Im künftigen, barrierefrei zu erreichenden Pfarrsaal war die Bücherei untergebracht. Die Fenster sind erneuert. Tapetenrollen liegen auf dem Tisch, auch die behindertengerechte Toilette ist in Arbeit. Nebenan in einem Lichtdurchfluteten Raum soll später mal eine Krabbelgruppe des Familienforums Edith Stein einziehen. „Wir liegen im Zeitplan“, erklärt Architekt Bernd Sokolowski vom Architekturbüro „Lenze + Partner“ auf der Baustelle. Wegen Feuchtigkeitsschäden in dem aus den 70er Jahren stammenden Komplex habe das Erzbistum rund 60.000 Euro zusätzlich bewilligt.

In drei Abschnitte ist das Gesamtprojekt gegliedert. Außer dem neuen Pfarrsaal ist der Umbau der alten Sakristei weit gediehen. Zwischenzeitlich diente sie als Lager, nun soll sie ihre frühere Aufgabe wieder erhalten. Der Raum ist bereits frisch gestrichen, Mit dem Denkmalschutz abgestimmte Fenster sind eingebaut. Am Mittwoch, 18. Juli, wird die Glockensteuerung der Turmuhr von der jetzigen in die neue Sakristei verlegt. Das bedeutet, dass die Kirchturmglocken an diesem Tag nicht schlagen werden, weil die Uhr zu diesem Zweck um 12 Uhr angehalten werden muss und erst 24 Stunden später wieder in Betrieb gehen kann.

Bislang sind die Sakristei und der Pfarrsaal von St. Peter und Paul im Bernardushaus untergebracht. Ihr Umzug in andere Räume schafft Platz für die geplante zentrale Anlaufstelle im Bernhardushaus, ein ehemaliges Klostergebäude. 2019 soll das Pastoralbüro, heute am Ostwall untergebracht, auf eine größere Fläche auf zwei Etagen im Bernardushaus ziehen. Zudem sind dort Büros und Besprechungsräume für die zentrale Unterbringung des Seelsorgeteams im Seelsorgebereichs geplant.

Vor der neuen Nutzung muss das Jahrhunderte alte Gebäude aber kräftig auf Vordermann gebracht werden: Die Fenster im Bernardushaus werden erneuert, das Dach wird gedämmt. Auch an Barrierefreiheit wird gedacht: Ein Aufzug wird eingebaut, eine Rampe soll Rollstuhlfahrern den Zugang vom Markt aus ermöglichen. Das „Café Kultus“ wird auch nach dem Umbau des Bernardushauses dort zu finden sein. Für die Zeit der Bauarbeiten heißt es aber erst einmal umziehen: Das „Kultus“ wird dann den neuen Pfarrsaal nutzen, der aber auch für einzelne Veranstaltungen der Gemeinde zur Verfügung stehen soll.

Den weiteren Zeitplan erläutert Architektin Nicola Lenze: Ende September/Anfang Oktober soll das „Kultus“ in den Pfarrsaal wechseln, auch die Initiative „Recht auf Spiel“ zieht für den Übergang ins Pfarrzentrum gegenüber. Im Oktober sollen dann die Bauarbeiten im Bernardushaus starten. Anfang September will der Kirchenvorstand die Gemeindemitglieder in einer Gemeindeversammlung über den Stadt der Arbeiten informieren.