Gehen in Grevenbroich weitere RWE-Blöcke bis 2022/23 vom Netz?

Grevenbroich : Gehen weitere RWE-Blöcke bis 2022/23 vom Netz?

Es dürfte wesentlich auch das größte Braunkohle-Kraftwerk von RWE Power in Neurath mit sieben Blöcken und mehr als 4000 Megawatt Gesamtleistung  betroffen sein.

Die Folgen des Strukturwandels könnten Grevenbroich früher treffen als gedacht. In der Kohlekommission zum Ausstieg aus der Kohle wird nach Information der Redaktion überlegt, dass bis 2022/23 im Rheinischen Revier mindestens 2400 Megawatt Kraftwerksleistung vom Netz gehen sollen. Davon dürfte wesentlich auch das größte Braunkohle-Kraftwerk von RWE Power in Neurath mit sieben Blöcken und mehr als 4000 Megawatt Gesamtleistung  betroffen sein.  Neben den BoA-Blöcken mit 2.100 Megawatt sind noch fünf alte Blöcke aus den 70er Jahren in Betrieb. Ein 300-MW-Block wird Ende 2019 in die bundesweite Kraftwerksreserve verlegt. Daneben liefern noch die Kraftwerke in Niederaußem mit 3400 und das Kraftwerk Weisweiler mit rund 2000 Megawatt Leistung Strom.

Die Kommission wird voraussichtlich Anfang Februar ihren Abschlussbericht vorlegen. Der Strukturwandel wird auch Thema im Rat am heutigen Abend sein. RWE-Vertreter sollen Überlegungen für die Zukunft des Kraftwerksgeländes in Frimmersdorf vorstellen. Die SPD hat zudem im Vorfeld beantragt, dass die Stadt mit dem Konzern eine Entwicklungsgesellschaft für den Strukturwandel gründet.

(cso-)
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