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Gartenschau-Jubiläum in Grevenbroich: Schönheitskur für Beni Biber

Jubiläum in Grevenbroich : Schönheitskur für das Gartenschau-Maskottchen Beni Biber

Beni Bieber ist zurück. Das Maskottchen der Gartenschau von 1995 ist frisch restauriert und könnte beim Jubiläum der Veranstaltung zum Einsatz kommen.

Dass er schon 25 Jahre auf dem Buckel hat, ist ihm nicht anzusehen. Im Gegenteil: Beni Biber, das Maskottchen der Landesgartenschau 1995, sieht wieder aus wie neu. Das ist den Mitarbeitern des Kölner Unternehmens Alchimia zu verdanken. Die Profis, die unter anderem für Nintendo, Ferrero und Haribo arbeiten, nahmen sich fachkundig des künstlichen Biberpelzes an und brachten Beni auf Vordermann. So gut, dass der knuffige Kerl im Rahmen des Gartenschau-Jubiläums wieder eingesetzt werden kann. Sicherlich zur Freude vieler Kinder.

Dass die Grevenbroicher einen Biber als Repräsentanten ihres Großereignisses wählten, ist eher einem Zufall geschuldet. „Für ein eigenes Maskottchen hätten wir damals teure Lizenzen an eine Agentur zahlen müssen“, erinnert sich Heinz Laumann, der 1995 zum Organisations-Team der Gartenschau gehörte. Während die Schlossstädter noch überlegten, ob sie viel Geld in ein Kostüm investieren sollten, erreichte sie ein unschlagbares Angebot.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Gartenbau und Landespflege – ein Partner von Gartenschauen in NRW – stellte ihr eigenes Maskottchen lizenzfrei in Aussicht. Nämlich einen Biber, der seinerzeit für die Nachwuchsförderung im Garten- und Landschaftsbau eingesetzt wurde. „Das haben wir dankend angenommen und drei Kostüme herstellen lassen“, berichtet Laumann. Mit der Namensgebung hatten die Gartenschau-Organisatoren übrigens nichts zu tun. Beni war gesetzt – und bis heute ist es ein Geheimnis, warum sich der Kerl mit den beiden langen Beißerchen nur mit einem „n“ schreibt.

Bei den vielen Einsätzen im Gartenschau-Gelände mussten zwei Biber dran glauben, nach Abschluss der rund sechsmonatigen Veranstaltung waren sie verschlissen. Ein Beni blieb aber übrig – und den hat Heinz Laumann gut gehütet. „In den vergangenen 25 Jahren ist er im Rathaus immer wieder mit mir umgezogen“, berichtet der Organisator des Landesgartenschau-Jubiläums. Allerdings konnte auch Laumann nicht verhindern, dass der letzte Biber sichtbare Verschleißerscheinungen zeigte. Sein gesamtes Innenleben aus Kunststoff löste sich auf.

Und hier kam jetzt das Alchimia-Team ins Spiel: „Wir haben im Inneren einen komplett neuen Korpus hergestellt, um Beni Biber eine bessere Form zu verleihen, er wirkt jetzt viel knuffiger“, sagt die Figurenbauerin Ula Weisweiler. Zudem wurde der große Kopf mit einem Helm aus Schaumstoff ausgerüstet, der mehr Stabilität beim Tragen garantiert. „Zum Schluss wurde das Fell gewaschen, gebürstet und geföhnt, so dass Beni wieder kuschelig und wie neu aussieht“, schildert Weisweiler.

Besser „genährt“ als eh und je, sitzt der Biber nun auf einem Stuhl im Büro von Heinz Laumann. Im Rahmen einer Ausstellung im Museum der niederrheinischen Seele soll das Maskottchen im Rahmen der Jubiläums-Veranstaltungen den Besuchern präsentiert werden. „Es kann aber auch gut sein, dass er den einen oder anderen Außeneinsatz bekommen wird“, sagt Laumann. „Zum Beispiel im Rahmen der Eröffnungsfeier.“ Wer den Biberpelz dann tragen wird, steht noch nicht fest. Nur eines: Der Träger darf nicht größer als 1,75 Meter sein, sonst gucken die Beine unten raus.