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Grevenbroich: Fußballgolf in Neurath geplant

Grevenbroich : Fußballgolf in Neurath geplant

Im Frühjahr 2012 könnte auf den Wiesen am ehemaligen Wellenfreibad eine ungewöhnliche Sportart eine Heimat finden. Der Unternehmer Eike-Christian Witte möchte dort für 125.000 Euro eine Fußballgolf-Anlage errichten.

Wenn es nach Eike-Christian Witte geht, dann gibt es auf den Wiesen am ehemaligen Wellenfreibad Neurath in Zukunft sogar Weltmeisterschaften. Der 33 Jahre alte Unternehmer aus Neuss möchte dort die erste Fußballgolf-Anlage in Nordrhein-Westfalen errichten. Jetzt stellte er sein Projekt im Rat der Stadt vor. "Meines Erachtens ist es gut gelaufen", sagt Witte. Nun soll das Thema im Sportausschuss am 4. Mai besprochen werden. Dessen Vorsitzender Heinz-Peter Korte (CDU) hält sich allerdings noch bedeckt. "Die Fußballgolf-Anlage ist eine ungewöhnliche Idee. Grundsätzlich sehe ich sie positiv", sagt er. "Aber inwieweit sich das Projekt durchsetzen wird, ist eine andere Sache."

Für Eike-Christian Witte hingegen ist klar: Neurath wäre der ideale Standort. "Für Grevenbroich spricht die Lage im Städtedreieck zwischen Köln, Düsseldorf und Mönchengladbach. Wir hätten also ein großes Einzugsgebiet", sagt Witte. Geht alles nach Plan, dann kann die 18-Loch-Fußballgolf-Anlage im Frühjahr 2012 auf den Neurather Wiesen eröffnen. Witte will hierfür 125.000 Euro investieren. Die Länge der Bahnen soll zwischen 40 und 220 Metern variieren. Nicht betroffen sein soll die in der Nachbarschaft gelegene Forellenanlage. "Wir kommen uns nicht in die Quere. Für unsere Anlage benötigen wir nur die Wiesen", sagt Witte.

Noch ist Fußballgolf allerdings eine Nischensportart. Bei den Besucherzahlen orientiert sich Witte an einer ähnlichen Anlage in Dirmstein (Rheinland-Pfalz). "Dort kommen jährlich 25.000 bis 30.000 Besucher", sagt Witte. Das liege am hohen Spielspaß – und an der Neugier auf die noch unbekannte Sportart. Ziel des Spiels ist es, den Ball wie beim Golf mit möglichst wenig Schlägen – in diesem Fall: Schüssen – in ein Loch zu befördern. Wie beim Golf gibt es für jede Bahn eine Par-Zahl. Die Zahl dient als Richtlinie für die Anzahl der Schüsse.

Auch einen kleinen Gastronomiebereich soll es an der Fußballgolf-Anlage geben. Eine Auswahl an Getränken sowie Snacks sollen dort angeboten werden. "Es wird aber kein Clubhaus oder etwas in der Art", sagt Witte. Eher handele es sich um ein Angebot, wie man es zum Beispiel von Minigolfanlagen kennt. Klein, überschaubar, für den Hunger und Durst zwischendurch.

Für Witte hätte mit der Anlage auch das Warten ein Ende. Seit er vor vier Jahren mit einem Freund in Dirmstein Fußballgolf spielte, wartete er auf ein vergleichbares Angebot in Nordrhein-Westfalen. "Irgendwann habe ich mir gedacht: Dann mache ich das halt selbst", sagt er. Ein Modell der Anlage gibt es bereits, eine Internetseite ebenfalls. Doch noch gibt es unter www.fussballgolf-grevenbroich.de nicht viel zu sehen. Das soll sich bald ändern.

(NGZ)