Grevenbroich: Für Spät-Bus fehlt der Stadt das Geld

Grevenbroich: Für Spät-Bus fehlt der Stadt das Geld

Regionalbahn fährt samstags in der Nacht länger, nicht aber der Nachtbus.

Seit Jahren wünschen sich junge Grevenbroicher an Wochenenden mehr Fahrten aus Düsseldorf, um nach Party oder Club-Besuch ohne Auto nach Hause fahren zu können. Tatsächlich wurde das Angebot auf der Regionalbahn erweitert: Seit Dezember fährt ein zusätzlicher Zug um 1.54 Uhr in der Landeshauptstadt in Richtung Grevenbroich ab. Allerdings: Die beiden Nachtbus-Linien NE 11 und NE 12 fahren zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr. Deren Touren in etliche Grevenbroicher Stadtteile starten um 23.18, 0.18 und zuletzt um 1.18 Uhr ab dem Kapellener Bahnhof. Dort können die Fahrgäste vom Zug in den Bus umsteigen.

Eine rasche Anpassung des Nachtbus-Fahrplans an das verbesserte Angebot auf der RB 39 wird es vorerst nicht geben: Im Etat ist kein Geld eingeplant. Im Planungsausschuss hatte CDU-Ratsherr Max von Borzestowski nachgehakt, ob die Nachtbus-Fahrpläne nun auf den der RB 39 abgestimmt werden.

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Die Stadtverwaltung nahm Kontakt zum Busverkehr Rheinland auf. "Eine weitere Nachtexpress-Fahrt um 2.18 Uhr ist mit den beiden Dienstplänen leider nicht zu realisieren", heißt es vom BVR. "Um eine Spätfahrt anzubieten, müssten wir quasi einen zusätzlichen Dienstplan mit Fahrzeug konzipieren." Der Busverkehr Rheinland hat errechnet, dass diese Fahrten im Jahr etwa 6480 Euro zusätzlich kosten würden. "Da diese Mittel zurzeit nicht im Haushalt eingeplant sind, schlägt die Verwaltung der Politik vor, im Rahmen der Fortschreibung des Nahverkehrsplans der Verkehrsgesellschaft Rhein-Kreis Neuss diese Ergänzung des Nachtbusses einzuplanen", erläutert Beigeordneter Florian Herpel in der Vorlage für den heute tagenden Planungsausschuss. Der Plan soll laut Kreis noch dieses Jahr verabschiedet werden.

Die Nachtbus-Linien waren Anfang 2013 gestartet - auf Wunsch vieler junger Menschen sowie auf Initiative aus der Politik und des Jugendrates. Die Fahrgastnachfrage ist nach Auskunft des BVR konstant: Im Durchschnitt nutzen "zusammen zwischen 50 bis 60 Fahrgäste jeden Samstag" die Nachtbusse, Das heißt, dass auf jeder Linienfahrt etwa zehn Menschen einsteigen.

(NGZ)