Fünf Millionen Euro für Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Grevenbroich

Käthe-Kollwitz-Schule Grevenbroich : Fünf Millionen Euro für Gesamtschule

Es handelt sich um das derzeit größte Erneuerungsprojekt in einem Gebäude der Stadt. Die Sanierung des „Hauses der Kinder“ in der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule dauert zwei Jahre. Nun starten größere Arbeiten an Fassade und Dach.

Seit einem Jahr schon wurde kein Schüler mehr im „Haus der Kinder“ an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule unterrichtet. Auch im kommenden Schuljahr wird sich das wohl nicht ändern. Denn der aus den 70er Jahren stammende Gebäudeteil wird zwei Jahre grundlegend vom Dach bis zu den Fußböden saniert. Nun ist Halbzeit für das Projekt, in das die Stadt auf drei Wirtschaftsjahre verteilt mehr als fünf Millionen Euro investiert – einschließlich der Zuschüsse.

Die Decken sind bis auf den Beton demontiert, aus Wänden und Böden ragen Versorgungsleitungen. Als große Baustelle präsentiert sich das „Haus der Kinder“. „Es handelt sich um das derzeit größte Erneuerungsprojekt in einem städtischen Gebäude“, erklärt Dirk Schwarz, Leiter der Gebäudewirtschaft bei den Stadtbetrieben Grevenbroich, beim Rundgang. „Der Gebäudetrakt war wegen der fehlenden Dämmung unser Sorgenkind, im Winter kriegten wir ihn nicht mehr warm“, berichtet Schwarz. Das hatte für Ärger bei Eltern gesorgt, teilweise wurden in Räumen keine 15 Grad Celsius gemessen. Die Stadt ließ dann bei Kälte die Heizung auch nachts sowie an Wochenenden laufen.

Auch sonst war das Gebäude ein Sanierungsfall. Ein Teil der Fensterscheiben ist blind, die Fassade bröckelt, Bodenplatten lösen sich. Mit einfachen Reparaturen ist es angesichts der gravierenden Mängel nicht getan. Anlass für die Grund-Erneuerung war die anstehende Verlegung von Leitungen für EDV-Vernetzung und für Wlan. Diese wurde für einen Komplett-Umbau genutzt. „Wir haben nun die Gelegenheit, einen leer gezogenen Bau umfassend zu sanieren“, sagt Schwarz. Möglich wurde das durch zwei Umzüge: Die Stufen fünf bis sieben der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule wechselten in andere Räume auf dem Schulgelände, die Oberstufe zog für zwei Jahre in die frühere, nun leer stehende Realschule an der Bergheimer Straße in Grevenbroich um.

Vieles auf der Baustelle in der Gesamtschule ist bereits fertig: Die Verkabelung für die Computer wurde erstellt, neue Brandschutztüren wurden eingebaut, in den Fluren ist der Brandschutz ebenfalls verbessert worden. Auch für die Installation neuer LED-Lampen ist alles vorbereitet.

Nun stehen weitere umfassende Arbeiten an. Im August soll die Fassadensanierung starten. Dabei werden auch die Fenster ausgewechselt – mit Kunststoff- statt den bisherigen Aluminiumrahmen. Auch der Sonnenschutz wird erneuert. Im September soll die Sanierung des Dachs anlaufen, das wie die Fassade eine Dämmung erhält. In den Räumen sollen im Herbst die neuen Decken mit besserem Schallschutz montiert werden. Im Frühjahr kommenden Jahres werden Bodenbeläge eingebaut. Auch in den Toilettenanlagen in dem Trakt wird gearbeitet werden. Wegen der guten Auslastung vieler Handwerksbetriebe „war es oft nicht einfach, für Aufträge Firmen zu finden“, erläutert Dirk Schwarz. In zahlreichen Kommunen würden Gebäude saniert.

Komplett neu wird nach dem Umbau auch die Ausstattung in den naturwissenschaftlichen Räumen und im Hauswirtschaftsraum sein. „Auf Wunsch der Schule haben wir die naturwissenschaftlichen Räume auf eine Etage gelegt. Das verbessert Abläufe im Schulbetrieb“, erklärt Schulamtsleiter Thomas Staff.

Die Stadt betont, dass die Arbeiten an der Schule sowohl im Zeit- als auch im Kostenplan liegen. „Der Umzug der Schüler in das Gebäude ist für Sommer kommenden Jahres vorgesehen“, kündigt Staff an.