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Grevenbroich: Frisbee für flotte Hunde

Grevenbroich : Frisbee für flotte Hunde

Apportieren war gestern: Der Hund von heute spielt Frisbee. Nicole Horn aus Grevenbroich besucht mit ihren Hunden sogar Europameisterschaften in dieser Sportart. Und das nicht ohne Erfolg.

Männchen machen und Pfötchen geben waren gestern. Der neueste Trend unter Hunden und ihren Besitzern ist "Dog-Frisbee". Das Prinzip ist einfach: Herrchen – oder Frauchen – wirft die Scheibe, und der Vierbeiner fängt sie in der Luft. Bei den Profis darf es schon schwerer sein und auch sensationeller aussehen. Hundehalter der Schlossstadt haben seit mehr als einem Jahr die Möglichkeit, den Sport gemeinsam mit ihren bewegungsfreudigen Gefährten zu trainieren. Trainerin Nicole Horn zeigt ihnen, wie es geht.

Besonders geeignet für den neuen Trendsport aus Amerika sind beutemotivierte Rassen – etwa Hütehunde wie Border Collies oder Australian Shepherds. Dabei steht nicht im Vordergrund, dass sie bereits apportieren können, denn das ist erlernbar. "Die Sportart ist gesund für Hund und Herrchen, beide bleiben in Bewegung – und der Hund kann sich so richtig auspowern", lobt Horn den Trend, vom klassischen Stöckchen auf die runde Plastikscheibe umzusteigen, die übrigens eigens für diese Sportart hergestellt wird. Im Gegensatz zur normalen Frisbeescheibe ist sie elastisch, beißfest und hat einen dickeren Rand.

Längst gibt es auch Wettkämpfe in der Disziplin "Dog-Frisbee". Mit ihrem Altdeutschen Hütehund belegte Nicole Horn bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr den dritten Platz in der Anfängerklasse, mit ihrem agilen Harzer Fuchs Buffy sogar den dritten Platz in der Fortgeschrittenenklasse.

"Buffy ist ein Traumhund. Sie ist arbeitswillig, aufmerksam, intelligent und dabei noch bildhübsch", sagt die Hundeliebhaberin. Gerne erinnert sie sich an den Wettkampf. "Alles kann, nichts muss – das ist das Motto. Die Besucher fiebern mit, das ist wie im Fußballstadion."

Auch Birgit Janßen, die eine Hundeschule in Grevenbroich betreibt, hat sich in den jungen Sport verliebt. Bis vor kurzem war sie mit ihrem Border Collie selbst aktiv: "Leider kommt er jetzt in das Alter, in dem bei Hunden die Wehwehchen anfangen." Sie habe die Erfahrung gemacht, dass der Sport zwar in jedem Alter betrieben werden kann, aber auch der Mensch beweglich und flexibel sein sollte, um den Hund herauszufordern. "Es ist ein flotter Sport, bei dem Hund und Halter schnelle Entscheidungen treffen müssen", meint Janßen: "Da muss die Kommunikation stimmen."

(NGZ)