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Grevenbroich: Frimmersdorfer Vereine wollen Erfthalle erhalten

Grevenbroich : Frimmersdorfer Vereine wollen Erfthalle erhalten

Die Stadt will sie abreißen – doch die Mitglieder des Frimmersdorfer Aktionsbündnisses sind strikt gegen dieses Vorhaben. Sie wollen sich für den Erhalt der Erfthalle einsetzen. Und das haben sie jetzt in einem Gespräch mit den Vertretern der Ratsfraktionen deutlich gemacht. Sie wollen wissen, was eine Sanierung des in den 1970er Jahren errichteten Gebäudes tatsächlich kostet – denn sie zweifeln an der Darstellung der Verwaltung.

"Bisher spricht die Stadt im Zusammenhang mit der Erfthalle immer nur von großen Summen. Es liegen aber weder Kostenvoranschläge noch andere Informationen von Firmen vor", erklärt Hans-Peter Fenger von der Frimmersdorfer Initiative. Diesen Mangel hätten auch die Gesprächspartner aus dem Rat beklagt. Das Aktionsbündnis, das rund 2000 Mitglieder von heimischen Vereinen vertritt, forderte in diesem Zusammenhang die Offenlegung des Brandschutzgutachtens.

"Davon erhoffen wir uns Informationen über die Minimalkosten. Wir möchten wissen, wie viel Geld notwendig ist, um die Erfthalle so zu renovieren, dass sich dort wieder mehr als 200 Menschen versammeln können", erklärt Fenger. Nach Ansicht der Initiative sei ein solches Vorhaben "mit Kosten von 250 000, höchstens 300 000 Euro" verbunden. Laut Stadt sind für die Behebung der Brandschutzmängel alleine 770 000 Euro nötig. Die Komplettsanierung soll zwischen 1,5 und zwei Millionen Euro kosten.

"Die Erfthalle ist für uns noch nicht verloren – auf keinen Fall", sagt Hans-Peter Fenger. Ein mit dem Sportlerheim kombiniertes Bürgerhaus – der "Plan B" der Stadtverwaltung – komme für die Vereinsvertreter nicht in Frage: "Ein Versammlungsraum für 200 Menschen bringt uns nicht weiter", meint der Sprecher der Initiative.

(NGZ)