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Frei-Parken für E-Autos in Grevenbroich abgelehnt

Elektromobilität in Grevenbroich : Frei-Parken für E-Autos abgelehnt

Bauausschuss ist gegen Bevorrechtigung für Elektrofahrzeuge beim Parken.

Fahrer von Elektroautos müssen auch künftig an den städtischen Parkautomaten Gebühren bezahlen. Der Bauausschuss lehnte mehrheitlich das von den Grünen beantragte kostenfreie Parken für „Stromer“ auf städtischen Parkflächen ab., auch wenn Dieter Dorok (Grüne) für die Initiative nochmals warb: „Das ist eine gute Sache.“ Unterstützt wurde er von der SPD. „Wir sollten die Elektromobilität, wo möglich, fördern“, erklärte Ratsherr Wolfgang Pesch.

Das wollen auch Christdemokraten und Liberale, aber sie halten das kostenfreie Parken dabei für den falschen Weg. „Niemand wird sich deshalb ein E-Auto kaufen, weil er damit in der Grevenbroicher Innenstadt kostenfrei parken kann“, sagte FDP-Ratsherr Steffen Büttgenbach. „Frei Parken für E-Autos halten wir für den falschen Ansatz, um mehr Elektrofahrzeuge auf die Straßen zu bekommen“.

Das sieht auch CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Kaiser so. „Mit einer Bevorrechtigung beim Parken setzen wir ein falsches Zeichen.“ Dies würde zu einer Ungleichbehandlung gegenüber andern Autofahrern führen. Ein weiteres Argument: Kaiser befürchtet, dass durch kostenfreies Parken auf den bewirtschafteten Flächen der Stadt künftig ein Teil des Parkraums „blockiert“ wird. Kaiser wies darauf hin, dass es „beispielsweise eine finanzielle Förderung für den Kauf von Elektroautos gibt“.

Die Verwaltung hatte die Einführung der Parkgebühren-Befreiung für Fahrer von „Stromern“ befürwortet. Doch die Beschlussempfehlung fand keine Mehrheit, auch nachdem Dieter Dorok darauf hinwies, dass die Regelung zunächst auf fünf Jahre befristet sein sollte. Im Falle einer anderen Ergebnisses hätten übrigens nur E-Fahrzeuge an den Parkautomaten gebührenfrei abgestellt werden dürfen, die in ihrem amtlichen Kennzeichen ein Zusatz-„E“ aufweisen.

CDU-Fraktionschef Wolfgang Kaiser machte einen anderen Vorschlag, um elektrisch betriebene Autos zu fördern. „Die Stadt sollte sich dafür einsetzen, damit in Kooperation mit GWG in Grevenbroich mehr Ladestationen für E-Autos eingerichtet werden.“ Solche Stationen hat die GWG-Mutter NEW unter anderem an der neugestalteten Bahnstraße und auf dem Parkplatz an der Karl-Oberbach-Straße installiert. Bis Jahresende soll es im Stadtgebiet insgesamt elf Stationen von NEW geben.