Frauke Buer löst Ursula Göthling als Chefin der Stadtbücherei Grevenbroich ab

Stadtbücherei Grevenbroich unter neuer Leitung: Frauke Buer ist neue Herrin der Bücher

Nach mehr als 40 Jahren verabschiedet sich Ursula Göthling jetzt als Chefin der Bücherei. Während sie sich nun ihren vielen sportlichen Hobbys widmet, will Nachfolgerin Frauke Buer Bücherei und Angebote präsenter machen.

Staffelstabübergabe in der Stadtbücherei: Nach mehr als 40 geht Ursula Göthling, die dort überhaupt die erste hauptamtliche Mitarbeiterin war, nun in Pension. Und ihre Nachfolgerin Frauke Buer übernimmt jetzt die Aufgaben als neue Chefin: „Wir sind ein junges Team und wollen viel erreichen“, sagt die Neue. Zusammen bilden vier Mitarbeiter das Team und besetzen drei Stellen.

Dass der Posten tatsächlich wieder besetzt wurde, stand zwischendurch zur Debatte, „Wir müssen bei Personalentscheidungen immer überlegen, ob Kooperationen in der interkommunalen Zusammenarbeit möglich sind“, wie Bürgermeister Klaus Krützen sagt. Aus seiner Sicht sei es eine „gute und vernünftige Entscheidung“, die junge Nachfolgerin in dem „Kleinod“, wie er die Stadtbücherei nennt, einzustellen.

Deren Biografie ist noch kurz: 1985 in NIedersachsen geboren, studierte sie in Köln Bibliothekswesen, das sie mit einer Bachelor-Arbeit abschloss. Anschließend betreute sie in ihrem ersten Job die Abteilung Kinder- und Jugendbuch in der Stadtbücherei Moers. „Es ist eine Herausforderung, nun eine ganze Bibliothek zu leiten“, freut sie sich auf das sehr erweiterte Spektrum, das ja nicht nur Medien für Erwachsene und „Golden Ager“ umfasst, sondern auch das weite Feld von Veranstaltungen und Aktionen. Aber es sei ein „relativ kleines Haus, und damit der ideale nächste Schritt“, beschreibt Frauke Buer ihren neuen Arbeitsplatz.

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„Längst“, so weiß sie, hat sich eine Bücherei von dem Ort, an dem ein „Buch ausgeliehen und zu Hause gelesen wird, gewandelt. Die Menschen kommen, um zur Zeitung zu greifen, Veranstaltungen zu besuchen, Schüler nutzen WLan und Medien bei ihren Hausaufgaben“ und auch die Online-Ausleihe spiele eine wichtige Rolle. Diese veränderten Gepflogenheiten rund um das gute alte Buch, aber eben unter Einbeziehung neuer Medien, will sie in den Mittelpunkt rücken. Sie selbst sei übrigens „nicht die größte Leseratte“, das sei aber auch längst keine Grundvoraussetzung für den Beruf mehr, „wir tragen ja auch nicht mehr Dutt und Hornbrille“. Graphic Novels sind ein Thema, mit dem sie sich gerne beschäftigt und für den Standort an der Stadtparkinsel „Potenzial“ sieht. Noch mehr frischer Wind kommt also in das altehrwürdige Gebäude, dass beispielsweise im Herbst dadurch, dass „die komplette untere Etage neu gestaltet wird“, wie Kultuarmts-Vize Elke Wowra auf die optischen Veränderungen mit neuem Regalsystem, neuer Ausleihtheke und weiteren Sitzgelegenheiten verweist. Vor allem in der Außenwahrnehmung soll sich die Stadtbücherei mit ihrem Angebot „stärker präsentieren“, Führungen veranstalten und multimedialer werden. „In Moers habe ich zuletzt eine Rallye mit iPad veranstaltet“, erzählt Buer.

„Ganz wichtig ist, die ehrenamtlichen Helfer weiter mit einzubeziehen. Sie leisten so viel und ohne ihre Mithilfe wäre manche Veranstaltung nicht zu realisieren“, hat sie bereits aus Gesprächen mit den neue Kollegen erfahren.

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