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Grevenbroich: Frau mit Kinderwagen verursacht Stau in Tunnel

Grevenbroich : Frau mit Kinderwagen verursacht Stau in Tunnel

Verkehrsstau im Elsbachtunnel. Verursacherin der Autoschlange war eine 36 Jahre alte Mutter. Die Frau war am Mittwochmorgen mit einem breiten Zwillings-Kinderwagen in der relativ schmalen Unterführung unterwegs – ein gefährliches Manöver.

Verkehrsstau im Elsbachtunnel. Verursacherin der Autoschlange war eine 36 Jahre alte Mutter. Die Frau war am Mittwochmorgen mit einem breiten Zwillings-Kinderwagen in der relativ schmalen Unterführung unterwegs — ein gefährliches Manöver.

Im Elsbachtunnel stauten sich am Mittwochmorgen die Autos. Foto: Staniek

Der viel befahrene Tunnel ist nicht ohne Grund für Fußgänger und Radfahrer gesperrt. "Die Frau war auf dem Weg zum Krankenhaus. Doch sie hatte sich verlaufen und wusste nicht weiter, weil sie sich in Grevenbroich nicht auskennt", schilderte Polizeisprecher Hans-Willi Arnold. Auf ihrem Irrweg durch die Stadt beschloss die 36-Jährige am Vormittag, den Elsbachtunnel zu durchqueren. Ihren Zwillings-Kinderwagen, in dem ein Kind saß, schob sie über den schmalen Randstreifen.

Autofahrer hatten die gefährliche Situation erkannt und fuhren im Schritttempo hinter der Frau her, da ein Überholmanöver wegen des starken Gegenverkehrs nicht möglich war. "Zum Glück ist das gut gegangen", betonte Arnold: "Ortskundige Autofahrer gehen in der Regel davon aus, dass sie in diesem Tunnel keinem Fußgänger begegnen und verhalten sich dementsprechend. Das hätte für Mutter und Kind auch anders ausgehen können." Auf die Gefahren wurde die Frau nach der Durchquerung der Unterführung von der Besatzung eines Streifenwagens aufmerksam gemacht.

Der Elsbachtunnel gehört zu den verkehrsreichsten Straßen im Stadtgebiet. "Täglich wird er von etwa 17.000 Autos und Motorräder frequentiert", erklärt Stadtsprecher Andreas Sterken. Ursprünglich sollte der Tunnel unter dem alten Bahnübergang an der Rheydter Straße gebaut werden — gemeinsam mit einer Trasse für Fußgänger und Radfahrer. "Doch das war aus Platzgründen nicht möglich", erinnert Sterken. Die Stadt habe sich daher seinerzeit für den Bau von zwei Unterführungen entschlossen.

Der Elsbachtunnel sei bewusst für Fußgänger und Radfahrer gesperrt worden: "Es ist zu gefährlich, sich dort aufzuhalten."

(NGZ)