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Grevenbroich: Fraktionen wollen gegen Müll-Problem vorgehen

Grevenbroich : Fraktionen wollen gegen Müll-Problem vorgehen

Der Abfall im Stadtgebiet beschäftigt die Politik: Die SPD-Fraktion beantragte im Rat ein Konzept zur Vermeidung und Beseitigung der Vermüllung im gesamten Stadtgebiet, mit dem sich jetzt die Verwaltung befassen wird.

Doch auch andere Fraktionen wollen der Müllflut Einhalt gebieten — im großen wie im kleinen. UWG-Fraktionsvorsitzende Martina Flick machte auf Abfalleimer nahe dem Berufsbildungszentrum an der Bergheimer Straße aufmerksam. "Die Behälter sind zu klein, durch die Öffnung passt noch nicht einmal ein Pizzakarton. Und im Vorbeigehen etwas hineinwerfen kann man auch nicht", so Flick. Stephen Haines (CDU) regte an, angesichts des oft neben vollen Papierkörben liegenden Abfalls, "häufiger zu leeren".

Bei aller Einigkeit sorgte SPD-Ratsfrau Martina Suermann bei d er Begründung des SPD-Antrags für eine Kontroverse: Weder der frühere Bürgermeister Axel Prümm noch Amtsinhaberin Ursula Kwasny hätten Vorschläge zur Reduzierung der Vermüllung gemacht, "das kritisieren wir". Das ließ Kwasny nicht gelten: "Nicht die Gemeindeverwaltung verursacht den Müll." Die Stadt sei so schmutzig wie die Bürger sie machen würden, so die Verwaltungschefin. Diese Formulierung wollte Suermann in der Niederschrift festgehalten haben.

Außerhalb der Ratssitzung machte sich auch CDU-Ratsherr Ralf Cremers für mehr Engagement gegen die Müllflut stark: "Anscheinend nimmt bei vielen Menschen die Wahrnehmung, etwas Falsches zu tun, ab", Ein Bewusstseinswandel sei nötig. "Die Spazierwege entlang der Erft sind mit Papiertaschentüchern gepflastert. Und wenn die erst einmal herumliegen macht für viele anscheinend auch die Zigarettenschachtel nicht mehr so viel aus."

Zudem müsse die Stadt mehr durchgreifen — kontrollieren und die Verwarngelder erheben, die bereits 2005 festgesetzt worden seien: Wer etwa eine Zigarettenkippe wirft, muss — wenn er erwischt wird — fünf Euro zahlen. Für einen Hundehaufen auf dem Spielplatz werden 35 Euro fällig.

(NGZ)