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Grevenbroich: Fraktionen wollen Freizeitpark in Neurath

Grevenbroich : Fraktionen wollen Freizeitpark in Neurath

Die Stadt soll die notwendigen Voraussetzungen für den Bau eines Freizeitparks in Neurath schaffen. Das forderte die CDU-Fraktion im Stadtrat. Mit einem solchen Projekt könne das brach liegende Wellenbad-Gelände attraktiv genutzt werden, meinte Vorsitzender Norbert Gand.

Der Düsseldorfer Thomas Glisin, der in Rath den Indoor-Spielplatz "Bobbolino" betreibt, plant in Neurath einen Freizeit- und Erlebnispark für Kinder und Erwachsene. Vorbild ist der Ketteler Hof in Haltern am See — es sollen Rutschen, ein Kletterpark, Wasserspiele und eine Seilbahn entstehen. Glisin will in einem ersten Schritt etwa 1,5 Millionen Euro investieren.

"Das Konzept überzeugt", meint CDU-Chef Gand. Er forderte die Stadtverwaltung auf, umgehend die Gespräche mit dem Investor aufzunehmen und mit ihm einen verbindlichen Vorvertrag abzuschließen. "Im Anschluss daran sollte unverzüglich das Planungsrecht geändert werden, damit der Bau eines solchen Parks in Neurath möglich wird", so Gand.

Ähnlich äußerte sich die FDP: Auch Fraktionschef Manfred Hermanns appellierte per Antrag an die Stadtverwaltung, möglichst rasch die Voraussetzungen für den Erlebnispark auf dem ehemaligen Bad-Areal zu schaffen, damit das Projekt umgesetzt werden kann. Zugleich erteilte er den Forderungen nach einem Skulpturen- oder Bürgerpark in Neurath eine Absage.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hatte Thomas Glisin dem Ältestenrat bereits im September seine Pläne vorgestellt. Bei den Vertretern der Fraktionen war er dabei auf Zustimmung gestoßen. Auch bei der SPD: Fraktionsvorsitzender Horst Gerbrand befürwortet den Freizeitpark im Süden der Stadt, er sei eine "echte Chance", um das Areal aufzuwerten. Anders als CDU und FDP, verzichtete Gerbrand allerdings auf einen Antrag.

Denn der Freizeitpark sei ein Projekt, das nicht auf eine politische, sondern auf die Initiative der Stadtverwaltung zurückzuführen sei, argumentierte er: "Das wollen wir uns nicht zu Eigen machen." Norbert Gand widersprach dem: Es sei Aufgabe der Politik, die Voraussetzungen für das von allen Fraktionen gewollte Vorhaben zu schaffen. Und zwar umgehend — denn Gand befürchtet, dass der Park zerredet werden könnte wie die geplante Fußballgolf-Anlage, die heute erfolgreich in Bergheim betrieben werde.

(NGZ)