Fraktion Mein Grevenbroich: Bahn- und Rheydter Straße in Grevenbroich als Sanierungsgebiet ausweisen

Bahn- und Rheydter Straße : Antrag für Sanierungsgebiet im Bahnhofsquartier

Die Rheydter Straße zwischen Bahn und Platz der Deutschen Einheit und die Bahnstraße westlich des Ostwalls sollen als Sanierungsgebiet ausgewiesen werden.

Die Fraktion „Mein Grevenbroich“ will Probleme im Bahnhofsquartier unter anderem mit einem besonderen Instrument angehen: Die Rheydter Straße zwischen Bahn und Platz der Deutschen Einheit und die Bahnstraße westlich des Ostwalls sollen als Sanierungsgebiet ausgewiesen werden. Die Fraktion hat im Rat beantragt zu prüfen, ob die Kriterien dafür gegeben sind. Mit einer förmlichen Sanierungsmaßnahme sollen städtebauliche Missstände behoben werden. In der Regel gehören dazu, wie die Stadt erklärt, auch „ins Eigentum der Grundstückeigentümer zwangsweise eingreifende Maßnahmen“. Fraktionsvorsitzende Martina Suermann sieht das Sanierungsgebiet als Möglichkeit, das Viertel aufzuwerten, attraktiven Wohnraum zu schaffen.

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) lege den Schwerpunkt auf Straßen- und Platzgestaltung, nicht auf Gebäude. Da sieht die Fraktion reichlich Missstände: Durch „leerstehende oder mindergenutzte“ Häuser verschlechtere sich die Gebäudesubstanz. Eigentümer würden notwendige Sanierungen nicht vornehmen, Die „Leiharbeiterunterbringung in maroden Immobilien“ beeinflusse die Struktur des Viertels. Doch es gibt hohe Hürden. „Der Erlass einer Sanierungssatzung ist ein sehr weitreichendes Mittel, das an klare Vorgaben gebunden ist“, betont Stadtsprecher Stephan Renner. Bereits der Prüfaufwand sei erheblich, da der Eingriff in Privateigentum weitreichend sei. Schon 2009 hatte die CDU eine solche Satzung vorgeschlagen, mit der die Stadt Vorkaufsrecht erhalten sollte, Die Verwaltung war vor neun Jahren der Ansicht, dass die Voraussetzungen „eher nicht gegeben“ sind.