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Grevenbroich: Förderschulen: Dormagen wartet auf Entscheidung in Grevenbroich

Grevenbroich : Förderschulen: Dormagen wartet auf Entscheidung in Grevenbroich

Warten auf Grevenbroich: Wie es mit der Förderschule am Chorbusch in Dormagen-Hackenbroich weitergeht, das hängt ganz stark davon ab, wie sich die Politiker in der Schlossstadt entscheiden werden.

Im Schulausschuss soll im Mai dazu eine Vorentscheidung fallen. "Die Frage ist", sagt Ellen Schönen-Hütten, Leiterin des Dormagener Schulverwaltungsamtes, "ob Grevenbroich die Zusammenlegung will oder nicht."

Darum geht es: Die Fusion zwischen der Schule am Chorbusch und der Martin-Luther-Schule in Frimmersdorf ist notwendig, weil an beiden Förderschulen die Schülerzahlen sinken werden. Denn in Folge der Inklusion werden immer mehr Kinder mit einem Handicap Regelschulen besuchen. Daher regt auch die Schulaufsicht des Rhein-Kreises die Zusammenlegung an, weil beide den Förderschwerpunkt Lernen haben. Kommt es zu keiner Einigung, laufen beide Schulen aus. Vorgesehen ist eine Zusammenführung zum Schuljahr 2014/15 — nach Ansicht der Schulverwaltung und der Politik in Dormagen soll das in Hackenbroich geschehen.

Aus Grevenbroich kommen dazu durchaus positive Töne: "Wenn zwei Gemeinden es sich wirtschaftlich nicht leisten können, zwei Förderschulen zu unterhalten und sie sich zusammentun, halte ich das für eine gute Lösung", sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Norbert Gand. "Wir wollen erreichen, dass die Grevenbroicher Kinder kostenlos nach Dormagen gebracht und auch wieder abgeholt werden können."

Ähnlich äußert sich Klaus Krützen, Leiter der Hermann-Gmeiner-Schule in Dormagen und für die SPD stellvertretender Schulausschuss-Vorsitzender in Grevenbroich: "Grundsätzlich wird über eine Zusammenlegung nachgedacht. Das ist ein interessanter Gedanke, der in jedem Fall diskutiert werden muss. Unter welchem Dach die Kinder dann unterrichtet würden und wer die Trägerschaft übernähme, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar."

Im nächsten Monat werden Politik, Eltern, Schulkollegium und Verwaltung die Situation diskutieren. Am 14. Mai will der Schulausschuss in Dormagen endgültig befinden — eine Entscheidung aus Grevenbroich vorausgesetzt.

(NGZ/rl)