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Grevenbroich: Finanzamts-Gebäude steht vor dem Verkauf

Grevenbroich : Finanzamts-Gebäude steht vor dem Verkauf

Eines der seit dem Frühjahr leer stehenden Finanzamts-Gebäude hat einen Käufer gefunden. Das erklärte Bürgermeisterin Ursula Kwasny am Dienstag im Gespräch mit unserer Zeitung.

Demnach steht das Haus an der Bahnstraße — die kleinere der beiden Immobilien — kurz vor dem Verkauf. Angeblich will ein Grevenbroicher Arzt das Objekt erwerben.

Nach dem Umzug der Behörde an die Merkatorstraße sucht der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW nach Käufern für die leer stehenden Immobilien an der Bahn- und Erckensstraße. Auch die Stadt hatte sich für die Büros der ehemaligen Verwaltungsgebäude interessiert. "Unter anderem braucht die Kämmerei mehr Büros. Aber auch für den Bachelor-Studiengang, den wir anbieten, werden Räume benötigt", erklärt Ursula Kwasny. Das "grüne" Finanzamtsgebäude an der Bahnstraße wäre — weil relativ nah am Stadtzentrum gelegen — dafür geeignet gewesen, meint die Bürgermeisterin. Doch: "Leider konnte das Objekt nur komplett gemietet oder gekauft werden. Das aber wäre eine Nummer zu groß für die Stadt gewesen", sagt Ursula Kwasny.

Wie das Bau- und Liegenschaftsamt bestätigte, gibt es einen Interessenten für das Gebäude, der Vertrag stehe kurz vor der Unterzeichnung. Laut Ursula Kwasny wird der potenzielle Käufer in der nächsten Woche bei der Sitzung des Arbeitskreises "Innenstadtgestaltung" vorgestellt. Namen will Ursula Kwasny nicht nennen — es sei ein Arzt, der sich dort niederlassen möchte. "Was er plant, ist noch unbekannt", meint die Bürgermeisterin: "Im Rahmen der Sitzung erwarten wir detaillierte Informationen."

Der Verwendungszweck für die Immobilie ist für die Stadt von Interesse. Denn im ehemaligen "Finanzamts-Viertel" soll in den nächsten Jahren ein "Integriertes Stadtentwicklungskonzept" umgesetzt werden. Vor allem die Bahnstraße soll ein komplett neues Gesicht erhalten. Wie Kwasny erklärt, ist die Konzeption bereits in Düsseldorf eingereicht worden. Die Stadt erhofft sich Geld aus dem Landesförderprogramm "Aktive Orts- und Stadtteilzentren".

(NGZ)