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Grevenbroich: Feuerwehren wollen die Arbeit aufteilen

Grevenbroich : Feuerwehren wollen die Arbeit aufteilen

Interkommunale Zusammenarbeit gibt es auf vielen Gebieten im Rhein-Kreis Neuss, jetzt werden Synergieeffekte bei der Feuerwehr geprüft. So könnten die Wehren bei Wascharbeiten oder im Einkauf noch mehr kooperieren.

Wie die Feuerwehren im Rhein-Kreis Neuss noch besser zusammenarbeiten können, wird zurzeit geprüft. Nach einem Gespräch der Wehr-Chefs werden jetzt Listen über die Arbeiten erstellt, die jede Feuerwehr erledigt. Dabei geht es unter anderem darum, welche externen Dienste in Anspruch genommen werden, um zum Beispiel die Einsatzkleidung waschen zu lassen. "Wir wollen schauen, ob nicht eine Wehr für die anderen eine Dienstleistung mit übernehmen kann, so dass insgesamt Geld und Personal gespart wird", erläutert Sabine Voss, Chefin der Feuerwehr Dormagen. Am 3. Juli treffen sich die Wehr-Chefs in Grevenbroich, um über erste Ergebnisse zu sprechen.

"Das erste Gespräch Ende Mai in Neuss war sehr positiv", meint Udo Lennartz, der Leiter der hauptamtlichen und freiwilligen Feuerwehr Grevenbroich. Er spricht sich für eine noch bessere Zusammenarbeit mit den anderen Wehren im Rhein-Kreis aus: "Das unterstütze ich sehr, wir müssen aber noch Projekte für diese Gemeinsamkeiten definieren." Übers Knie brechen sollte man da nichts: "Wir wollen gemeinsam unseren Einkauf und unsere Arbeit aufeinander abstimmen, wo es möglich ist", sagt Lennartz.

Das sieht auch Sabine Voss aus Dormagen so: "Wir werden überlegen, wie Ressourcen sinnvoll aufeinander abgestimmt werden können", sagt sie. Ein Beispiel steht seit Mittwoch an der Feuerwache Dormagen: Die Feuerwehr Dormagen hat eine Drehleiter gemeinsam mit der Feuerwehr Köln beschafft, die vier bestellt hat. "Durch die gemeinsam entwickelten Standards und die gemeinsame Ausschreibung haben beide Städte von einem niedrigeren Kaufpreis profitiert", erläutert Voss.

Ein Beispiel für künftige Zusammenarbeit der Feuerwehren ist die Schlauchwäsche. Die Dormagener Anlage der Feuerwehr ist zurzeit defekt. "Da helfen unsere Neusser Kollegen uns vorübergehend aus", sagt Voss. So könnte vielleicht eine Vereinbarung getroffen werden, dass die Anlage in Dormagen nicht erneuert wird, sondern die Neusser Feuerwehrkräfte diese Arbeiten übernehmen, und dafür die Dormagener Wehr andere Aufgaben, zum Beispiel die Funkgeräte-Wartung für die Neusser Kollegen.

Dass "Interkommunale Zusammenarbeit" bereits gut funktioniert, zeigt sich im EDV-Bereich, wie der Dormagener Kämmerer Kai Uffelmann erklärt: "Dabei greifen wir auf das Know-how der ITK Rheinland zurück, so dass wir selbst nicht mehr alle Dienste vorhalten." Mit zwei Gemeinden wird ein gemeinsames System im Finanzbereich betrieben: "Da liefert Dormagen den fachlich-sachlichen Support für das Neue kommunale Finanzmanagement für Rommerskirchen und Jüchen", erklärt Uffelmann, der sich vorstellen kann, dass Städte wie Grevenbroich mit einsteigen. "Alles, was sich hinter den Verwaltungs-Kulissen abspielt, kann zentral irgendwo erfolgen. Woher der Veranlagungsbescheid kommt, ist dem Bürger egal, wenn er seine Ansprechpartner für kommunale Fragen weiterhin vor Ort hat", meint er.

(NGZ/ac)