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Grevenbroich: Feuerwehr will neue Wache

Grevenbroich : Feuerwehr will neue Wache

Die Stadt steht vor einem weiteren Kraftakt: Die Feuerwache an der Lilienthalstraße hat erhebliche Mängel – die Sanierung oder ein zwölf Millionen Euro teurer Neubau sind Alternativen. Als Standort wird Elsen genannt.

Die Stadt steht vor einem weiteren Kraftakt: Die Feuerwache an der Lilienthalstraße hat erhebliche Mängel — die Sanierung oder ein zwölf Millionen Euro teurer Neubau sind Alternativen. Als Standort wird Elsen genannt.

Die Finanzierung des neuen Schlossbades ist immer noch nicht geklärt, die Sanierung der Erfthalle wird einen Millionenbetrag verschlingen — da steht bereits die nächste Investition für die finanzklamme Stadt vor der Tür. Die Feuerwache entspricht nicht mehr den Anforderungen, sie soll grundlegend saniert oder an der Landstraße 116 komplett neu gebaut werden. Teuer wird beides. Noch geben sich die Politiker bedeckt, es sind keine Entscheidungen gefallen. Doch im Hauptausschuss soll ein vernehmbares Raunen durch die Reihen gegangen sein, als es hinter verschlossenen Türen um die Kosten ging. Von bis zu zwölf Millionen Euro ist die Rede.

Klar ist: Die fast 30 Jahre alte Feuerwache an der Lilienthalstraße weist erhebliche Mängel auf, platzt aus allen Nähten. Die Fahrzeughalle ist zu klein, für die wachsende Zahl der Hauptamtler ist zusätzlicher Platz nötig. Umkleide- und Sanitärräume reichen nicht. Nach NGZ-Information hat eine Unfallkasse mit Blick auf Arbeitsstättenverordnungen auf Mängel hingewiesen, sie setzt Fristen.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit stellte Feuerwehrchef Udo Lennartz im Hauptausschuss Alternativen für die Zukunft der Feuerwache vor. Eine grundlegende Sanierung mit Ausbau am heutigen Ort soll angeblich rund acht bis neun Millionen Euro kosten. Hinzu soll — so sieht es der Brandschutzbedarfsplan vor — ein weiteres Gerätehaus im Westen der Stadt kommen: Der größte Teil der Feuerwehrleute im Löschzug Stadtmitte wohnt nämlich westlich des Bahnhofs. Bislang müssen sie bei Alarm erst ins Industriegebiet Ost eilen, um die Fahrzeuge zu besetzen. Mit einem Umzug würden wertvolle Minuten gespart.

Mehrere Fliegen mit einer Klappen schlagen könnte die Stadt dagegen mit einem Neubau der Feuerwache an anderer Stelle. Doch der würde mit rund zwölf Millionen Euro noch drei Millionen teurer als die Sanierung. Allerdings steht die Frage im Raum, ob mit den höheren Kosten nicht eine deutlich bessere Lösung geschaffen werden kann.

Mehrere mögliche Standorte im Bereich der L 116 wurden genannt — unter anderem gegenüber der Einmündung der Rheydter Straße am Ortsausgang Elsen. Von dort aus wäre die Wehr schnell bei Unfällen auf der Autobahn, viele Ehrenamtler hätten zudem einen kürzeren Weg zur Wache.

Die Fraktionen werden das Thema zunächst in den Klausurberatungen diskutieren und dann bei der Etatberatung erörtern. Mitglieder der SPD-Fraktion haben sich bereits von der Situation in der alten Wache ein Bild gemacht.

(NGZ)