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Grevenbroich: Feuerwehr rückte 2012 zu 690 Einsätzen aus

Grevenbroich : Feuerwehr rückte 2012 zu 690 Einsätzen aus

Die Grevenbroicher Feuerwehr zieht Bilanz über ihre Einsätze im vergangenen Jahr. Weniger als ein Drittel davon waren Brände.

Genau 690 Einsätze mussten die Florianer der Grevenbroicher Wehr im Jahr 2012 abarbeiten. Wohnungsbrände und Verkehrsunfälle, aber auch besondere Einsätze wie eine Bombenentschärfung in Elsen prägten das Jahr. Dennoch spricht Udo Lennartz von einem durchschnittlichen Ergebnis. "Der Januar war voll mit einigen größeren Einsätzen. Ansonsten verlief das Jahr wie 2010 und 2011", sagt der Leiter der Feuerwehr Grevenbroich. Die NGZ gibt einen Überblick über die wichtigsten Einsätze der Feuerwehr 2012:

Januar Bereits zu Beginn des Jahres traf es die Feuerwehrleute richtig. Am 8. Januar brannte der Keller eines Mehrfamilienhauses in Elsen. Zwei Bewohner mussten von der Feuerwehr aus dem ersten Obergeschoss gerettet werden. Knapp zwei Wochen später befreiten die Männer eine Person, die nach einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 46 ihr Fahrzeug nicht mehr allein verlassen konnte. Am 25. Januar wurden die Florianer in der Nacht alarmiert. In Hemmerden brannte ein Dachstuhl. Niemand wurde verletzt. Zu einem weiteren Wohnhausbrand ging es einen Tag später an die Rheydter Straße. Bei dem Brand mussten eine Familie mit drei Kindern und zwei Frauen über die Drehleiter gerettet werden. Am Abend folgte dann ein Einsatz im Kraftwerk Frimmersdorf. Dort war es zu einem Brand in der Bekohlung gekommen.

März Am 31. März half die Grevenbroicher Wehr im Zuge der überörtlichen Hilfe bei einem Lagerhallenbrand in Jüchen-Gubberath aus.

Juni Auch im Juni ging es für die Einsatzkräfte im Rahmen der überörtlichen Hilfe in eine andere Gemeinde. In Rommerskirchen-Ramrath brannte die Halle eines Bauernhofes. Um ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus zu verhindern, unterstützte die Grevenbroicher Wehr mit der Drehleiter und Atemschutzgeräten. Am 22. Juni rückten die Florianer zu einem kuriosen Alarm aus. Nach einem EM-Spiel der deutschen Nationalelf feierten zahlreiche Fans vor dem Rathaus. Ein Anrufer ging aufgrund der gezündeten Feuerwerkskörper von einem Brand aus.

August Zu einem Wohnhausbrand kam es am 8. August in der Südstadt. Beim Eintreffen der Wehr brannte das Erdgeschoss des Hauses in voller Ausdehnung. Eine der beiden Bewohnerinnen erlitt schwerste Brandverletzungen. Am 27. August befreiten die Männer den Fahrer eines Lkw. Dieser war auf der Autobahn 46 auf einen vorausfahrenden Lkw aufgefahren.

Oktober Nach einem Bombenfund in Elsen evakuierten die Kräfte der Grevenbroicher Wehr die Straßen rund um den Fundort der Bombe. 1400 Anwohner mussten ihre Häuser und Wohnungen in einem Radius von 250 Metern um die Bombe verlassen.

November Am 18. November kam es in einem Hochhaus am Hammerwerk, dem sogenannten "Wabenhaus", zu einem Zimmerbrand im fünften Obergeschoss. Durch den Brand entstand eine erheblich Rauchentwicklung, so dass alle Bewohner das Haus vorübergehend verlassen mussten.

(draxl)