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Grevenbroich: Feuerwehr rettet Mäusebussard im Freizeitpark

Grevenbroich : Feuerwehr rettet Mäusebussard im Freizeitpark

Der Greifvogel saß auf einer Pumpe im Becken von Bobbolandia. Feuerwehrmann fing das Tier mit einer Decke ein.

Ein ungewöhnlicher Besucher im Freizeitpark Bobbolandia sorgte Mittwochnachmittag für einen Feuerwehreinsatz. Ein Mäusebussard hatte sich in einem Wasserbecken auf einer Pumpe niedergelassen - und blieb dort etwa zwei Meter unterhalb des Beckenrandes sitzen. "Besucher machten uns auf den Greifvogel aufmerksam", berichtet Kai Fischer, Geschäftsführer des Freizeitparks am Rande von Neurath. "Warum er dort gelandet ist, wissen wir nicht. Wir vermuteten, dass das Tier erschöpft war, oder dass es gegen eine Scheibe geflogen und nun benommen war", schildert Kai Fischer. Da der Vogel einen Flügel habe hängen lassen, befürchtete er, dass der Bussard verletzt gewesen sei.

Um den gefiederten Besucher zu hefen, rief der Geschäftsführer bei einem Falkner sowie einem Tierarzt an. "Die verwiesen an die Feuerwehr, die auch schnell kam." Ein Feuerwehrmann stieg in eine Wathose und zog Handschuhe an, bevor er in das Becken des früheren Wellenfreibades stieg. Das Wasser steht dort etwa 20 Zentimeter hoch. Ihm gelang es, eine Decke über den Mäusebussard zu werfen und ihn einzufangen.

In einer Tiertransportkiste trat der Greifvogel daraufhin die Reise ins Schneckenhaus am Rande des Bends an. Der Mäusebussard sollte dann, wie Stadtsprecher Robert Jordan berichtet, an die Greifvogelhilfe in Mönchengladbach weiter geleitet werden. "Es lagen jedoch keine sichtbaren Verletzungen oder Brüche vor", so Robert Jordan. Kai Fischers Befürchtung hatte sich damit nicht bestätigt. Der Bussard konnte sich aufwärmen, sein Gefieder trocknen und erhielt zur Stärkung Futter. "Dann konnte er wieder in die Freiheit entlassen werden", berichtet der Stadtsprecher zum glücklichen Ausgang der Rettungsaktion.

Der Greifvogel war nicht der einzige größere tierische Besucher bislang auf dem Freizeitzpark-Gelände. "Wir hatten hier einmal, bevor wir an dem Tag den Park eröffneten, ein Reh mit zwei Kitzen", erzählt Kai Fischer. Das Wild habe dann jedoch durch eine Tür wieder ins Freie geleitet werden können.

(von)