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Grevenbroich: Feuerwehr hofft auf Aufklärung der Brandserie

Grevenbroich : Feuerwehr hofft auf Aufklärung der Brandserie

Seit März 2011 hält eine unheimliche Brandserie Barrensteiner und Allrather in Atem – viele haben Angst, dass der "Feuerteufel" erneut zuschlägt. Aber nicht nur bei etlichen Feuern in diesen beiden Stadtteilen geht die Polizei von Brandstiftung aus, Arbeit gibt es reichlich: Die Polizei ermittelt allein zu zwölf größeren Bränden 2011 – etwa in Schuppen und Scheunen – , sieben Autobränden. Auch bei 17 kleineren Feuern, etwa von Strohballen, vermutet die Polizei Brandstiftung. Konkrete Hinweise auf Tatverdächtige haben die Ordnungshüter laut Polizeisprecher Hans-Willi Arnold aber noch nicht.

Seit März 2011 hält eine unheimliche Brandserie Barrensteiner und Allrather in Atem — viele haben Angst, dass der "Feuerteufel" erneut zuschlägt. Aber nicht nur bei etlichen Feuern in diesen beiden Stadtteilen geht die Polizei von Brandstiftung aus, Arbeit gibt es reichlich: Die Polizei ermittelt allein zu zwölf größeren Bränden 2011 — etwa in Schuppen und Scheunen — , sieben Autobränden. Auch bei 17 kleineren Feuern, etwa von Strohballen, vermutet die Polizei Brandstiftung. Konkrete Hinweise auf Tatverdächtige haben die Ordnungshüter laut Polizeisprecher Hans-Willi Arnold aber noch nicht.

Einer der größten Brände im vergangenen Jahr: Am 19. Juni wurden auf dem Komphof bei Barrenstein drei Lagerhallen ein Opfer der Flammen, 75 Feuerwehrleute kämpften gegen das Feuer an. Überhaupt bescherte die Brandserie der Freiwilligen Feuerwehr Grevenbroich mehr Arbeit. "Solche Brandeinsätze, die mehrere Stunden dauern, sind eine Belastung für Feuerwehrleute", sagt Feuerwehrchef Udo Lennartz. Und er erklärt: "Wir hoffen, dass der Täter endlich gefasst wird — und dass sich die Brandserie nicht weiter fortsetzt und nicht vielleicht ein Mensch verletzt wird", so Udo Lennartz.

Die ungewöhnliche Zahl von Bränden spiegelt sich auch in der Einsatzstatistik deutlich wider. 270 Mal mussten die Feuerwehrleute im vergangenen Jahr zu Brandeinsätzen ausrücken — darunter waren drei Großbrände.

Im Jahr 2010 waren dagegen nur 190 Feuer zu bekämpfen. 455 Mal wurden die Feuerwehrleute 2011 zu technischen Hlfeleistungen — etwa bei Verkehrsunfällen — alarmiert. Jm Jahr 2010 waren es 514 technische Hilfeleistungen, darunter viele Sturmeinsätze.

Ein eigentlich kleiner Brand führte im Mai vergangenen Jahres zu einem Großeinsatz. Die Feuerwehr musste viele alte Menschen aus einem Mehrfamilienhaus mit Seniorenwohnungen retten, einige davon mit der Drehleiter von Balkonen holen. Das verqualmte Treppenhaus versperrte den Fluchtweg. Elf Menschen wurden wegen Rauchgasvergiftung behandelt. Ein Großaufgebot war im Einsatz: 40 Feuerwehrleute, zehn Rettungswagen und vier Notarztwagen.

Die Brandursache war dort keine Brandstiftung, sondern ein technischer Defekt an einem Wäschetrockner.

(NGZ)