Grevenbroich: Feuerwehr-Gigant ist wieder in Neurath

Grevenbroich: Feuerwehr-Gigant ist wieder in Neurath

Zehn Monate nach einem spektakulären Unfall ist "Bronto" wieder zurück bei der RWE-Werkfeuerwehr in Neurath. Vor rund drei Jahren hatte der Energiekonzern das gewaltige, 1,4 Millionen Euro teure Spezialfahrzeug in Dienst gestellt. Der Gelenkarm des Hubsteigers reicht bis zu 88 Meter hoch. Damit war der 52-Tonner damals eines der größten Feuerwehr-Hubrettungsgeräte in Westeuropa.

Doch seit März vergangenen Jahres konnte der Energiekonzern das unter anderem für die Kraftwerke beschaffte Fahrzeug nicht mehr einsetzen: Als der Fünfachser bei einer Übung zum Tor 2 am BoA-Kraftwerk einbog, kippte der "Bronto Skylift" um, lag auf der Seite. Der Fahrer erlitt Prellungen und eine Platzwunde am Kopf.

Der bei dem Unfall entstandene Schaden war beträchtlich — und wurde ab Sommer beim Hersteller in Finnland repariert. "Wir mussten das Fahrzeug zunächst fahrbereit machen, denn auf einem Tieflader hätten wir es nicht auf die Fähre bekommen", erläutert Andre Bauguitte, Sprecher von RWE Power in Essen. In Skandinavien wurden große Teile des großen Gelenkarms erneuert. Auch der Schaden am Fahrerhaus wurde behoben. "Zudem hat das Unternehmen die Sicherheitstechnik des Fahrzeugs intensiv geprüft", so Bauguitte.

Nach Reparatur und Check kam der Hubsteiger zurück nach Deutschland, am Donnerstag stand er wieder in der Wache der RWE-Wehr zwischen dem Kraftwerk Neurath und den BoA-Blöcken. Die Reparaturkosten liegen nach Auskunft des RWE-Sprechers im "sechsstelligen Bereich".

Nach den Erfahrungen 2011 hat RWE Power nochmals ein Fahrertraining organisiert. "Alle, die den Hubsteiger fahren, werden besonders geschult", erklärt Andre Bauguitte.

(NGZ)
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