1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: Feuerteufel: Kommt der Täter aus Barrenstein?

Grevenbroich : Feuerteufel: Kommt der Täter aus Barrenstein?

In Barrenstein geht die Angst vor dem Feuerteufel um. "Nachdem in der vergangenen Woche wieder eine Scheune gebrannt hat, können manche nachts nicht mehr ruhig schlafen.

Sie sorgen sich darum, dass auch ihr Besitz in Flammen aufgehen könnte", sagt ein Bewohner, der nicht genannt werden möchte. Die Polizei ist auf der Jagd nach dem Feuerteufel, die Ermittler des Kommissariats 11 hoffen auf eine heiße Spur.

Foto: Staniek

Seit Monaten treibt der Brandstifter sein Unwesen. Anbauten und Scheunen wurden ein Opfer der Flammen, der Schaden geht mittlerweile in die Millionenhöhe. Was alle Brände gemeinsam haben: Sie wurden in den späten Nachtstunden gelegt. "Dass die Menschen im Dorf verunsichert sind, können wir gut nachvollziehen", sagt Polizeisprecher Hans-Willi Arnold. Seine Kollegen von der "Brandermittlung" seien daher verstärkt im Einsatz. "Sie versuchen, den oder die Brandstifter möglichst auf frischer Tat zu ertappen."

Täter hinterlässt keine Spuren

Dies sei jedoch nicht leicht. "Wer den Ort kennt, kann nachvollziehen, wie schwierig es ist, dort verdeckte Ermittlungen vorzunehmen. Barrenstein ist überschaubar, dort fallen Fremde sofort auf", schildert Arnold. Vor diesem Hintergrund schließe die Polizei nicht aus, dass es sich bei dem Brandstifter auch um einen Bewohner des Dorfes handeln könnte: "Vieles spricht dafür, dass ein Ortskundiger die Feuer gelegt haben könnte", meint der Polizeisprecher.

Spuren seien an den Tatorten bisher nicht hinterlassen worden. "Und wenn, dann sind sie den Bränden zum Opfer gefallen", sagt Arnold. Auch gebe es keine Hinweise darauf, wie der Täter zündele: "Hinweise auf Brandbeschleuniger sind nicht gefunden worden. Es ist völlig unklar, wie er vorgeht."

Die Ermittler setzen weiterhin darauf, dass sie Hinweise aus der Bevölkerung bekommen. "Wer eine akute Beobachtung macht, sollte sofort die 110 wählen", rät Arnold. Er versichert: "Das verursacht keine Kosten — und die Polizei kommt lieber hundert Mal umsonst als einmal zu spät."

(NGZ)