Grevenbroich: Feuer im Linienbus

Grevenbroich : Feuer im Linienbus

Ein Gelenkbus mit rund 30 Fahrgästen, darunter viele Schüler, geriet an einer Haltestelle in Frimmersdorf in Brand. Ein Autofahrer sah zufällig das Feuer hinten im Motorraum. Die Passagiere kamen mit einem Schrecken davon.

Mit dem Schrecken kamen am Freitag gegen 13.50 Uhr rund 30 Menschen in einem Linienbus davon. Ein Brand im Motorraum beendete in Frimmersdorf jäh die Fahrt zwischen Wevelinghoven und Neurath.

Hauptsächlich Schüler fuhren mit der Linie 865 nach Hause, darunter auch Julia Linke (16) aus Neurath. "Auf der Fahrt roch es leicht nach Benzin, aber wir haben uns nichts dabei gedacht", erklärte die Schülerin der Diedrich-Uhlhorn-Realschule später.

Der Gelenkbus einer Firma aus Jüchen stoppte wie immer an der Haltestelle Am Stüßges End, einige Fahrgäste stiegen aus. Plötzlich bemerkte ein Autofahrer hinter dem Bus Qualm im Heck, wo sich der Motor befindet. Er warnte sofort den Fahrer. Auch im Bus quoll Rauch aus dem Boden, die Fahrgäste riefen rasch nach vorn: "Nicht weiterfahren". Der Busfahrer (56) reagierte sofort. "Alles raus", rief der Grevenbroicher, der seit rund 30 Jahren Erfahrung als Busfahrer hat.

Viele Fahrgäste waren erschrocken. "Alle sind sofort aus dem Bus gestürmt. Am Fahrzeugheck brannte es bereits", schilderte Julia Linke. Auch ihre Mitschülerin Lena, die sich gerade noch im Bus mit Freundinnen unterhielt, verließ ganz schnell den Bus. "Mir pochte das Herz", sagte die Elf-Jährige. Und: "Wir haben Glück gehabt."

Zweimal knallte es im Heck, der Lärm schreckte auch die Nachbarn auf. Flammen schlugen aus dem Motorraum. "Ich habe noch mit dem Feuerlöscher versucht, den Brand zu löschen, aber das war nicht möglich", erklärte der Busfahrer, der die Feuerwehr alarmiert hatte. — "Als wir an der Einsatzstelle eintrafen, waren, wie der Fahrer uns sagte, zum Glück alle aus dem Bus. Das Innere war schon voller Qualm", berichtete Feuerwehreinsatzleiter Peter Compes.

Neben rund 20 Feuerwehrleuten der hauptamtlichen Wache sowie der Löschzüge Frimmersdorf und Neurath rückte der Rettungsdienst an, die Polizei sperrte die Straße. Schläuche wurden ausgerollt, schon bald bedeckte ein weißer Schaumteppich die Fahrbahn rund um den Bus. "Die Löscharbeiten sind schwierig, weil es viele Glutnester im Fahrzeugheck gibt", so Compes an der Einsatzstelle.

Viele Fahrgäste gingen zu Fuß nach Hause, andere nahmen einen Ersatzbus. "Wir hätten sie gern wegen Rauchgas untersucht. Aber sie waren schon weg", so Compes. Während die Feuerwehr von einem technischen Defekt ausgeht, steht für die Polizei die Brandursache noch nicht fest. Sie schätzt den Sachschaden als hoch ein.

(NGZ)
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