Festival in Jüchen: Gitarren-Profis aus aller Welt zu Gast.

Festival in Jüchen : Gitarren-Profis aus aller Welt zu Gast

Beim internationalen Gitarrenfestival gab es vier Tage lang Konzerte, Wettbewerbe und Ausstellungen zum Thema klassische Musik.

Das Gitarrenfestival in Jüchen lockt seit vier Jahren Gitarrenstudenten und Profis aus der ganzen Welt. Die Gitarristen traten in einem Wettbewerb über drei Runden vor einer siebenköpfigen Fachjury gegeneinander an, wobei der Gewinner am Sonntagabend ermittelt wurde. „Das Niveau ist sehr hoch“, urteilte Arne Harder, der künstlerische Leiter des Gitarren-Festivals.

Der Grund für die herausragenden Fähigkeiten der Gitarristen ist klar. Die Teilnehmer sind ausgebildete Musiker, die momentan Gitarre studieren oder bereits ein Studium des Instrumentes vollendet haben. „Es handelt sich um angehende und richtige Profis, die hier auftreten“, erklärt Arne Harder. Dem Jüchener liegt die Gitarrenmusik am Herzen: „Es geht um den Spaß an der Sache, aber auch die Jugend möchten wir fördern“, erzählt der Musikschulleiter. Doch auch finanziell könnte sich die Anreise nach Jüchen für die Musiker lohnen. So gewinnt der Sieger des Wettbewerbs neben einem Preisgeld von 1.000 Euro eine 3.000 Euro-teure Gitarre sowie vier Konzertverträge.

Damit die internationalen Gäste des Festivals in Jüchen übernachten konnten, haben sich gastfreundliche Familien dazu entschlossen, den Gitarristen für die Zeit des Festivals ein zuhause zu bieten. Für Arne Harder: „ein Zeichen für Völkerverständigung“. Neben dem Hauptwettbewerb gab es einen Jugendwettbewerb und eine Ausstellung historischer Gitarren. Bei den Wettbewerben, an denen etwa 50 Musiker teilnahmen, war die Alterspanne breit gefächert. So war die jüngste Musikerin die achtjährige Sofiia, die in ihrer Alterskategorie den ersten Preis gewann. 

Das Gitarrenfestival ist zugleich der Höhepunkt einer ganzen Konzertreihe, die vom „Verein zur Förderung der klassischen Gitarrenmusik in Jüchen“ veranstaltet wird. So gelang es den Veranstaltern, namhafte Gitarristen für das Festival nach Jüchen zu holen. In diesem Jahr war das „Eden-Stell-Duo“ das Highlight am Freitagabend. Die Profi-Gitarristen der Londoner Musik-Akademie traten in der Jüchener Hofkirche auf. In diesem Jahr übernahm Marie-Lena Olma die Organisation des Festivals. Die 26-Jährige hat bereits andere Events wie das Gitarren-Festival in Düsseldorf organisiert. „Hier in Jüchen hatten wir wirklich sehr viele Helferinnen und Helfer, die Kommunikation mit den Teilnehmenden hat super geklappt“, erzählt die Gitarristin. Dabei geht es der jungen Frau nur um die Musik. „Wir machen das ganze ohne finanziellen Hintergedanken, alle die mithelfen machen das ehrenamtlich“, erklärt Marie-Lena Olma.

Nächstes Jahr soll das fünfjährige Jubiläum des Gitarrenfestivals gefeiert werden. „Dann möchten noch mehr hochkarätige Musiker nach Jüchen holen“, sagt Arne Harder mit einem Blick auf die Planung der Veranstaltung. Damit dies gelingt, möchten die Organisatoren nun weitere Sponsoren finden. Dadurch soll es ermöglicht werden, dass die Kunstform dieses Instrumentes weiterhin in Jüchen gewürdigt werden kann.