Ferien bei der Stadtranderholung in Grevenbroich.

Ferienaktionen in Grevenbroich : Sommerferien fast noch schöner als am Meer

Bei den Stadtranderholungen in Neurath und Elfgen verbrachten mehr als 150 Kinder die erste Ferienwoche mit Spaß und Spiel.

Unter optimalen Bedingen, mit Sonnenschein und hohen Temperaturen, ist Grevenbroich in die Sommerferien gestartet. Während die Kleinen nun sechs Wochen frei haben, müssen viele Eltern noch schuften. Um den Kindern dennoch einen tollen Start in die schönste Zeit des Jahres zu ermöglichen, gibt es Stadtranderholungen. Mit einem bunten Programm wurde sich so in Neurath und Elfgen auf die schulfreie Zeit eingestimmt.

Johanna Giesa bastelte und malte bei der Stadtranderholung in Elfgen gemeinsam mit Piet, Jana und Lena (v.r.). Foto: RP/Julia Schüßler

Schon eine halbe Stunde vor Öffnung der Tore am Neurather Sportplatz versammelten sich die ersten Kinder gespannt am Eingang. Seit Samstag läuft auf dem Gelände die Stadtranderholung. Mehr als 100 Kinder aus Neurath und Umgebung besuchten in der vergangenen Woche unter anderem einen Freizeitpark, machten eine Radtour und erlebten eine Nachtwanderung.

Mehr als 20 ehrenamtliche Betreuer kümmern sich jedes Jahr um die Kinder und Jugendlichen zwischen sechs und 14 Jahren. „Ein Vollzeitjob“, sagt Marc Klevers. Der 26-jährige ist der Leiter der Stadtranderholung und organisiert die Veranstaltung zusammen mit seinem Team. „Wir planen das ganze Jahr und müssen uns dabei immer wieder mit neuen Hürden auseinandersetzen. Aber wenn die Woche gut verlaufen ist, hat sich die Arbeit gelohnt“, sagt er.

In diesem Jahr spielten die Kinder unter dem Motto „Asterix bei den Olympischen Spielen“ auf dem Sportplatz. „Dazu gab es passende Bastelaktivitäten und Wettkämpfe, wie Kugelstoßen mit Wasserbomben“, sagt Betreuerin Anne Brüggen. Allgemein setzen die Betreuer bei Temperaturen um die 30 Grad auf viele Wasserspiele. Mit einem täglichen Mittagessen, Getränken sowie Eis oder Kuchen werden die Kinder rundum versorgt. „Wir versuchen den Preis immer gering zu halten. Natürlich ist das nur durch Sponsoren und Unterstützer möglich“, sagt Marc Klevers und verweist dabei besonders auf die katholische Kirche als Träger, Bürgermeister Klaus Krützen und Ex-Bürgermeisterin Ursula Kwasny.

Nach einer Übernachtung in der Turnhalle endet die Stadtranderholung. Im nächsten Jahr sind auch Felix (10) und Marie (8) wieder dabei. „Ohne die Stadtranderholung machen die Sommerferien nur halb so viel Spaß“, sind sich die Geschwister einig. „Die Woche geht auch viel zu schnell vorbei“, fügt die junge Teilnehmerin aus Frimmersdorf hinzu, sie sei immer gerne dabei.

An einem anderen Flecken der Stadt, in Elfgen, sind die Zwillinge Lea und Jana auch nicht richtig davon begeistert, dass es nächste Woche mit den Eltern ans Meer geht. „Die Freunde, die man hier hat, sind ja nicht am Meer“, sagt die neunjährige Jana. Eine Woche haben sie auf dem Gelände des Elfgener Jugendheims mit Basteln, Wasserschlachten, Quizfragen und gutem Essen verbracht. Eine Stadtrallye und ein Ausflug in das Bubenheimer Spieleland standen ebenso auf dem Programm.

Johanna Giesa hatte die Rasselbande von 50 Kindern gemeinsam mit 19 weiteren Teamern vom Jugendferienwerk Grevenbroich unter Kontrolle. Die 18-Jährige nahm früher selbst an den Stadtranderholungen teil, heute leitet sie die Freizeit. „Es macht viel Spaß mit den Kindern, vor allem lernt man immer dazu“, sagt Giesa. Richtiger Streit käme bei den Vier- bis 13-Jährigen selten auf, manchmal müsse man aber beim Vertragen behilflich sein. „Da hat der eine dem anderen dann einen Stock weggenommen, wir helfen dann beim Entschuldigen.“

Heute endet die erste Ferienwoche im Jugendheim mit einem gemeinsamen Grillen, zu dem auch die Eltern eingeladen sind. In der nächsten Woche startet der Ferienspaß im Pfarrheim Nothausen, das auch vom Jugendferienwerk organisiert wird. Die Stadtranderholung geht im nächsten Jahr in eine weitere Runde. Der fünfjährige Piet freut sich jetzt schon auf Fußballspielen und den Boltzplatz.