Grevenbroich: Feinstaub-Grenzwerte: EU lässt Zeit bis 2011

Grevenbroich: Feinstaub-Grenzwerte: EU lässt Zeit bis 2011

Mit dem Grevenbroicher Feinstaub befasst sich die Europäische Union. Die EU hat für Grevenbroich – ebenso wie für Köln, Aachen und Warstein – eine Verlängerung der Frist zur Einhaltung der Grenzwerte bis Juni 2011 gewährt.

Rolf Göckmann, Fraktionschef der Aktiven Bürger, ist unzufrieden: Bisher habe der Luftreinhalteplan "noch keine große Wirkung gezeigt". Mit der Verlängerung dürfe die Belastung "weiter über den EU-Grenzwerten" liegen. Positiver fällt die Bilanz von Eberhard Jacobs, Sprecher des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV), aus.

Das hatte den Antrag auf Verlängerung gestellt. "Die EU verlängert die Frist nur, wenn man schon viel zur Verringerung des Feinstaubs getan hat. Das ist ein Zeichen dafür, dass wir aktiv waren." Bereits seit 2005 darf der Tagesmittelwert von 50 Mikrogramm je Kubikmeter Luft nicht mehr als an 35 Tagen im Jahr überschritten werden."

Die Messstation in Gindorf ermittelte mehr Überschreitungen, ein Luftreinhalteplan trat in Kraft. Ein Hauptverursacher ist der Tagebau. RWE hauste Transportbänder ein, beschaffte eine Spezial-Kehrmaschine. "Die Maßnahmen greifen", sagt Gerhard Kaltwasser, Dezernent bei der Bezirksregierung.

"Die Verlängerung ist beruhigend. Aber wir sind zuversichtlich, dass wir die Grenzwerte einhalten werden." Nach vorläufigen Ergebnissen wurde der Grenzwert 2009 an 31 Tagen überschritten, für Göckmann zu viel: "Die Belastung muss minimiert werden."

(dhk)